MTB Tragwein

🚴Truppe - Sepp, Max, Alfred, Johann, Gast-Michaela und Gerhard
Datum - 18.10.2026 ☀️ 22°C
🕙 Abfahrt - Sonntag 13:00h
Länge - 43 km _Höhenmeter - 881 Hm
Zeit - 3 Stunden
🍽️ 🍻 - Kernlandhof
Konditionen - 🌑🌑🌑
Können - 🌑🌑🌑🌑
Nachdem Franz und Maria bereits die Tragweiner MTB-Route unter die Räder genommen hatten, wollten wir natürlich nicht hinten anstehen. Deshalb brachen wir 5 GenussRadler ziemlich spontan am frühen Sonntagnachmittag auf und starteten gemeinsam in Hohensteg die MTB Runde. Mit Michaela, unsere heutige Gast Radlerin, kam noch ein ganz besonderer Glanz in die Truppe, mit weiblichen Charme, guter Laune und jeder Menge Motivation.

Bei traumhaftem Radlwetter mit herrlichen Sonnenschein ging es zunächst am Stranzberg hinauf. Über unbefestigte Wegerl rollten wir danach weiter Richtung Mistelberg, während sich der Gesprächsstoff anfangs noch bunt wie die Landschaft zeigte, vor allem die derzeit so verlockenden Angebote für E-Bikes wurden eifrig diskutiert, wurde es dann stiller, denn sobald wir in die Waldwege eingebogen waren, war Konzentration gefragt, Tritt für Tritt und Kurve für Kurve passte sich unser Tempo dem Gelände an.

Mit bester Stimmung ging es weiter bergauf nach Schmierreith. Ein Abschnitt auf der Straße führte uns nur kurz aus dem Wald heraus, bevor der nächste herrliche Mix aus Wegerl begann und es wieder über Wald und Wiesenabschnitte hinein ins grüne Dickicht ging. Wir radeln vorbei an kleinen Kälbern, die vergnügt auf tiefgrünen Weiden herumhüpften und an Mutterkühen, die offenbar genau darauf achteten, dass es nicht gar zu bunt wurde.

Sepp war heute kaum zu bremsen. So nahm er Wurzeln und Schotterstraßerl in einem Turbo-Tempo, als hätte er die gesamte Route längst im Kopf. Weiter ging es hinauf zum Baumgartnerberg, mit seinen 685 Metern die höchste Erhebung von Tragwein. Dort machten wir zum Aussicht genießen Halt. Bei einem kleinen Bankerl ließen wir den Blick in die Ferne schweifen und den Moment festhalten. Ein Foto soll uns später erzählen, wie weit uns der Himmel an diesem Nachmittag offen stand, richtig atemberaubend.

Doch die Wegerl sollten uns weiter fordern. Unsere Route führte uns durch Erdleiten und am Güterweg bogen wir ab nach Lugendorf. Alfred strotzte vor Lust am Radeln und zog, gemeinsam mit Sepp, in Richtung Tragwein das Tempo so an, dass wir alle kaum mithalten konnten. Leider fiel mein Garmin kurzzeitig aus, aber selbstverständlich sprang Max ein und er übernahm die Führung durch das anspruchsvolle Waldwegerl hinunter zum Kettenbach.

Tiefe Rinnen verlangten besondere Aufmerksamkeit, aber unser Rhythmus passte. Auf unbekannten Pfaden erreichten wir schließlich den kleinen Bach, der ruhig und gleichmäßig dahinfloss. Sogar ein Pferd samt Begleitung blieb gelassen, als wir über die schmale Brücke langsam nacheinander vorbeikamen, ein ruhiger, beschaulicher Moment mitten in unserem sportlichen Abenteuer. Danach ging es wieder steil hinauf nach Fraundorf und plötzlich war Johann mittendrin in der Spitze. Die Strecke blieb aber fordernd und der Akku von Johann ging über in den Sparmodus, genau dann, als die Steigung noch einmal besonders seine ganze Kraft verlangte.

Michaela zeigte einmal mehr, wie leicht sie die schwierigen Passagen hinter sich bringt. Meist fuhr sie auf der Position drei oder vier und in den bergauf Abschnitten kletterte sie federleicht über Wurzeln und Geröll den Hang hinauf. So gelangten wir schließlich zum Haarlandberg. Unser Blick reichte bei traumhafter Fernsicht tief ins Marchland, weiter hinüber nach Asten und sogar ins Welser Becken konnten wir sehn.

Von dort führte uns die Tour durch die Botanik. Max meinte, es gehe gleich richtig steil bergab und vielleicht, so klang es jedenfalls, wird's sogar zum Schieben. Entschlossen nahmen Michaela, Max und ich den gefahrloseren Weg, während die drei Unerschrockenen den Trail suchten, der die Herausforderung direkt in den steilen Waldweg gelegt hatte, die sportlichen Herren meisterten die schwierigsten Abschnitte aber mit Bravour.

Ein Stück ging es noch einmal hinauf zur Schöllerei. Dort gönnten wir uns einen guten Kaffee und kalte Getränke, nicht unbedingt nötig, aber genau deshalb war es so angenehm. Gestärkt brachen wir danach wieder auf, um nach und nach Richtung Heimwärts zu radeln. Max holte noch einmal die ganze Kraft aus seinem Motor heraus und schoss den letzten Hügel im Windeseile empor.

Langsam trennten sich schließlich wieder unsere Wege und nach etwa 43 Kilometern war diese wunderschöne Sonntagsrunde zu Ende. Wir rollten über wirklich super ausgewählte MTB-Wege durch die atemberaubende Mühlviertler Landschaft. Mit ihren herrlichen sanften Hügeln, kleinen Bächenläufen und diesem Gefühl, als würde es nach jeder Kurve ein bisschen mehr nach Herbst schmecken.
