Kurzer Radsaison Rückblick 2026

Wenn wir jetzt aus dem Fenster schauen, grüßt uns der nasse, kalte, neblige Herbst. Schwere graue Wolken ziehen über den Altaister Berg und auf den Feldern blüht die Gründüngung noch tapfer vor sich hin. Im Haus ist es angenehm warm und jeder von uns ist froh darüber, nicht unbedingt hinaus zu müssen.

Ganz anders fühlt es sich an, wenn wir an die heurige Rad-Saison zurück denken. Bereits Anfang Februar starteten wir mit einer kleinen Tour bei kühlen, aber schönen Bedingungen. Und dann ging es Stück für Stück weiter, mit dem Wetter wurde es immer freundlicher, bis wir Anfang März zum Saisonstart direkt zu einer wunderschönen Runde aufbrachen, zum Pelmbergstüberl. Von da an folgten richtig tolle Touren und zur Zeit stehen wir bei 44 Ausfahrten und vielleicht gönnt uns der Herbst noch die ein oder andere Fahrt.


Manche unserer gemeinsamen Radtouren bleiben besonders wegen der zurückgelegten Weite in meinem Kopf, viele aber vor allem wegen der wunderbaren Landschaft, die uns unterwegs immer wieder umarmt hat, wunderschön, weit und oft ganz still, einfach nur zum Staunen.

Ob Mötlas entlang der kleinen Naarn, wo sich alles so urig anfühlte, besonders das Gasthaus, oder die zahlreichen Schlösser, die wir besucht haben, Weißenberg, Ulmerfeld, Puchenau, Arbing, Rosenberg und natürlich das Schloss, was mich am meisten beeindruckt hat, Schloss Vestenthal mit seinem Wassergraben, der dem Ganzen noch einmal eine ganz besondere Note gab.


Der Kammermayerberg blieb heuer unser einziges Gipfelkreuz. Am Pfenningberg sind wir ja nur zum 3-Buchen-Kreuz geradelt, dafür haben wir unterwegs und danach reichlich Kultur und Museumsluft geschnuppet, wie die Körner Pyramide, den Flügelaltar in Kefermarkt, der Linzer Turm Verteidigung, Maria Schnee oder das Krämereimuseum in Schenkenfelden.

Nebenbei hatten wir auch das Glück, bei jeder unserer Ausfahrten in wunderschöne Gaststätten einkehren zu können. Und wirklich ohne Ausnahme haben wir jedes Mal hervorragend gegessen, so, dass wir oft mit vollem Bauch, aber immer guter Stimmung wieder auf’s Rad gestiegen sind. Auch das Abschlussgetränk bei den vielen Radl-Freunden war immer etwas Besonderes. Mit dem gemütlichen Ausklingen der Tour, viel Lachen und dem immer so netten Empfang und herzlicher Betreuung durch unsere Gastgeber. Für mich wurde genau das zum heimlichen Höhepunkt jeder einzelnen Ausfahrt.

Die vielen lustigen Episoden, Sprüche und all die Dinge, die uns zum gemeinsamen Lachen brachten, verdanken wir unsere tollen Truppe, dafür gratuliere ich euch allen. Ich möchte mich außerdem für die vielen tollen Fotos bedanken, denn nur so bleiben die Touren auch in den kurzen Tour-Berichten lebendig.

 

Doch nicht nur Sehenswürdigkeiten, auch echte Landschaftsgebiete haben uns gefordert und gleichzeitig begeistert. Das Jaunitztal, Thuryral und besonders das Stille Tal sind mir dabei besonders in Erinnerung geblieben. Auch Ruttenstein war in dieser Saison unser Ziel, eigentlich möchte ich es wegen des Betriebs der Hütten jedes Jahr besuchen und auch dieses Mal war es etwas Besonderes. Braunberg und Prandegg kommen nächste Saison wieder an die Reihe.


Wir haben uns heuer außerdem an einige MTB-Strecken in unserer Nähe herangetraut. Besonders im Kopf bleibt mir wegen der vielen Feld- und Wiesenwege und schmalen Pfade der MTB Tragwein. Auch meine kreierte MTB Strecke über Wartberg, Ried und Katsdorf hat mir richtig gut gefallen. Beim ER & SIE Ausflug zum Johannesbrunnen hätte ich mir zwar etwas mehr Radl-Paare gewünscht, aber für alle, die dabei waren, wurde daraus eine wunderbare kleine Radreise.


Einige Touren sind mir auch wegen der besonderen Herausforderungen hängen geblieben, etwa der steile Ab- und anschließende Anstieg zur Einsiedlerhöhle in Mönchdorf oder auch die Susi-Wallner-Warte, die es spürbar in sich hatte. Und dann gab es diese weiten Strecken, die einfach einen eigenen Reiz besitzen, zum Beispiel der Besuch von Christkindl bei Steyr, oder die Fahrt ins benachbarte Tschechien nach Rosenberg und wieder zurück, wunderschön, als wäre das weite Unterwegssein selbst das Ziel.


Mit der richtig lässigen Tour zum Almsee—135 Kilometer— und danach der nachhaltigen Zugfahrt nach Hause begannen unsere großen Highlights. Denn schon zehn Tage später erwartete uns in Bad Goisern ein echtes Abenteuer, traumhaftes Wetter, eine tolle Unterkunft und drei wunderschöne Touren. Diese Zeit wird mir und wahrscheinlich auch einigen von euch, lange im Gedächtnis bleiben.
Mein persönliches Highlight war dann die 10-Täler-Tour. Ich hatte extra viel Zeit in Planung und Koordination gesteckt und am Ende war ich froh, das alles so gepasst hat. Eine echte Herausforderung, über 226 Kilometer und rund 4100 Höhenmeter und dazu ein Zeitlimit. Drei anstrengende Routen innerhalb von vier Tagen, oft über Wege, die man vorher nicht wirklich kannte und genau das hat es so besonders gemacht.
Und zum Saisonabschluss wagten wir schließlich noch an eine besonders lustige Bio-Bike-Ausfahrt, auch die wird mir wegen meiner vielen Trainingsfahrten lange in Erinnerung bleiben. 


So endete eine wunderbare Radsaison, mit immer wunderschönem Wetter, mit extrem viel Spaß bei jeder Ausfahrt und Gott sei Dank ohne irgendwelche Verletzungen.

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