Zehentkasten in St.Leonhard




Auf versteckten Strasserln rollte unsere 6 Mann Truppe weiter nach Anitzberg und Oberaich. Sepp hat heute leider keine Zeit mit zu radeln, wir beide haben aber bereits am Sonntag die Strecke ausgekundschaftet, wo wir auch unbekannten Wegerl folgten, die uns über Steine und Wurzeln führten, auf einer großartigen Gravelbike-Strecke, die uns bis nach Au trug. Dietmar war hier in seinem Element, zog auf den schmalen Pfaden dahin, während der herrliche Geruch von frisch geschnittenen Holz uns begleiteten, bis wir den malerischen Ort Au erreichten und uns dann Richtung Wittinghof aufmachten.
Zwei stolze Araber-Stuten beobachteten unser Treiben, als wir hinunter zur Feldaist radelte. Einige lustige Sprüche brachten Leichtigkeit in den herausfordernde Anstieg nach Harterleiten. Wir radelten vorbei an Kühen die auf saftigen Weiden grasten und wir über traumhafte Wiesenwege schließlich Erdmannsdorf erreichten. Die schnelle Abfahrt hinunter ins Stampfental war dann ein Gedicht, der Schnablinger Bach floss neben uns und sein Glucksen begleitete uns bis ins Tal.


Dann zeigte sich die Straße entlang der Aist nach Reichenstein wenig befahren und so radelten wir im Windschatten des Vordermanns, während der Fluss seinen Weg über moosbewachsene Steine einschlug. In Reichenstein wartete der wirklich steile Anstieg hinauf zum Gmeiner Hof, eine wahre Herausforderung, die so manche Reserven herauskitzelte. Fredi W nahm die Steigung mühelos und wir schauten rüber nach Pregarten, das sich hinter Kurven durch Halmenberg zeigte, bevor sich das letzte Stück unseres Weges wieder Richtung Aist wand. Hinunter zur Feldaist ging es und am Anstieg hinauf zum Gerhard zogen unsere Fredis unwiderstehlich davon. Auch Johann zeigte nochmals seine Kraft. Nach 76 Kilometern und 1463 Höhenmetern wurden wir von Ingrid empfangen. Eine Kesselheiße vom Berrer und wundervolle, selbstgemachte Topfenstangerl warteten, Ingrid danke, einfach nur traumhaft. Nach einigen unterhaltsamen Gesprächen endete langsam unsere wirklich schöne Tour, doch die Eindrücke bleiben.
