Zehentkasten in St.Leonhard

🚴Truppe - Alfred, Fredi K, Dietmar, Franz S,  Johann, Gerhard - Sepp am 7.09 
Datum - 09.September 2025 ☀️ 25°C🕙
Abfahrt - Dienstag 09:00h
Länge - 76 km _Höhenmeter - 1463 Hm
Zeit - 5,5 Std🍽️ 🍻 - Kesselheiße beim Gerhard 
Konditionen - 🌑🌑🌑🌑
Können         - 🌑🌑🌑🌑
Unsere heutige Tour begann mit einem wolkenlosen Himmel, der sich azurblau über uns spannte, dazu wärmende Sonnenstrahlen, die sich wie glitzernde Bänder über die Landschaft legten, einfach herrliches Radlwetter. Wir brachen nach St. Leonhard auf, unser heutiges Ziel ist der Zehentkasten in Dirnberg. In Gaisbach stieß Johann zu uns und so glitten wir weiter über den Wartberger Radweg nach Steinpichl, wo uns der Schlosspark wie eine stille, beruhigende Oase in Empfang nahm. Die Damhirsche verbrachten ihren Vormittag in gemütlicher Trägheit, ein wenig Gras zwischen den Zähnen, während wir fast lautlos an ihnen vorbei zogen. 
Franz erzählte vom Blattln in Ried und Fredi K schwärmte von seiner letzten Tour nach Steyr, während wir dem schmalen Waldwegerl bis Arnberg folgten. Ein Bauer brachte sein frisches Gras nach Hause und weiter unten war die Mais Ernte voll im Gange. Wir ließen aber unsere Räder hinunter nach Friensdorf gleiten, wo uns der Boden heute sanft nach unten trägt. Weiter nach Unterweitersdorf und die erste echte Herausforderung wartet mit dem Aufstieg nach Gauschitzberg und der hatte es in sich. Unsere Fredis übernahmen die Spitze, zogen unwiderstehlich hinauf, als würden sie im Horizont verschwinden.
Zehentkasten
Zehentkasten

Auf versteckten Strasserln rollte unsere 6 Mann Truppe weiter nach Anitzberg und Oberaich. Sepp hat heute leider keine Zeit mit zu radeln, wir beide haben aber bereits am Sonntag die Strecke ausgekundschaftet, wo wir auch unbekannten Wegerl folgten, die uns über Steine und Wurzeln führten, auf einer großartigen Gravelbike-Strecke, die uns bis nach Au trug. Dietmar war hier in seinem Element, zog auf den schmalen Pfaden dahin, während der herrliche Geruch von frisch geschnittenen Holz uns begleiteten, bis wir den malerischen Ort Au erreichten und uns dann Richtung Wittinghof aufmachten.

Zwei stolze Araber-Stuten beobachteten unser Treiben, als wir hinunter zur Feldaist radelte. Einige lustige Sprüche brachten Leichtigkeit in den herausfordernde Anstieg nach Harterleiten. Wir radelten vorbei an Kühen die auf saftigen Weiden grasten und wir über traumhafte Wiesenwege schließlich Erdmannsdorf erreichten. Die schnelle Abfahrt hinunter ins Stampfental war dann ein Gedicht, der Schnablinger Bach floss neben uns und sein Glucksen begleitete uns bis ins Tal.
200 Jahre alte Zigeuner Buche
200 Jahre alte Zigeuner Buche
Hofladen
Hofladen
Unten angekommen ging es wieder steil nach oben nach St. Leonhard. Dietmar kämpfte sich wie immer mit geringster Unterstützung hinauf und endlich gelangten wir zum Zehentkasten in Dirnberg. Dort mussten die Leonharder Zehent in Form von Getreide, Obst und Tieren für den Pfarrer von Gutau abgeben, der in diesem steinblos Haus aufbewahrt wurde. Unsere Reise ging nun weiter, noch schnell ein kurzer Besuch bei der mächtigen Zigeunerbuche, bevor wir die Eppensedter Hütte erreichten, auf der Suche nach einem kühlen Getränk. Der kleine Hofladen präsentierte sich so einladend wie immer. Unter dem Sonnenschirm saßen wir am großen Tisch, erzählten lustige Episoden und genossen unser kühles Getränk. Wir setzten die Fahrt fort, hinunter zur Waldaist, folgten ihrem ruhigen Lauf auf einer wunderschönen Strecke unterhalb der Ruine Prandegg. Franz genoss die Bergab-Strecke, der Weg durch den Wald war wie eine Erzählung aus frischer klarer Luft und dem feinen Klang des Flusses, begleitet vom Vogelgezwitscher, das der Tour einen besonderen Touch gab.

Dann zeigte sich die Straße entlang der Aist nach Reichenstein wenig befahren und so radelten wir im Windschatten des Vordermanns, während der Fluss seinen Weg über moosbewachsene Steine einschlug. In Reichenstein wartete der wirklich steile Anstieg hinauf zum Gmeiner Hof, eine wahre Herausforderung, die so manche Reserven herauskitzelte. Fredi W nahm die Steigung mühelos und wir schauten rüber nach Pregarten, das sich hinter Kurven durch Halmenberg zeigte, bevor sich das letzte Stück unseres Weges wieder Richtung Aist wand. Hinunter zur Feldaist ging es und am Anstieg hinauf zum Gerhard zogen unsere Fredis unwiderstehlich davon. Auch Johann zeigte nochmals seine Kraft. Nach 76 Kilometern und 1463 Höhenmetern wurden wir von Ingrid empfangen. Eine Kesselheiße vom Berrer und wundervolle, selbstgemachte Topfenstangerl warteten, Ingrid danke, einfach nur traumhaft. Nach einigen unterhaltsamen Gesprächen endete langsam unsere wirklich schöne Tour, doch die Eindrücke bleiben.

Neue, unbekannte Strasserl und Pfade mit atemberaubenden Ausblicken, eintauchen in die Stille der dunklen Wälder, begleitet von Bächen und Flüssen und taufrischen Naturgeräuschen, eine so tolle Gemeinschaft mit Geschichten, Gelächter und Anekdoten. 
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