Thayarunde mit Raabs

Burg Raabs im Hintergrund
Burg Raabs im Hintergrund
🚴Truppe - Ferdi W, Sepp, Manfred, Max Ernst, Franz S, Franz L, Geburtstagskind Dietmar, Günther, Gerhard

Datum - 14.August 2025 ☀️ 37°C🕙
Abfahrt - Mittwoch 09:00h
Länge - 85 km _Höhenmeter -  760 Hm Zeit - 5 Std🍽️ 🍻 - Stadtkrug Raabs Konditionen - 🌑🌑🌑
Können         - 🌑🌑🌑

Nach einem Schlaf, der sich anfühlte wie von einem Murmeltier, das sich gemütlich in ein Zughotel zurückgezogen hat, sprang unser Tag mit dem Frühstück an, das pünktlich um acht Uhr vor uns stand. Frisch gestärkt traten wir um neun Uhr in die Pedale, rollten den Radweg entlang der Thaya hinunter nach Dobersberg. Die Sonne stand hoch, ein wolkenloser Himmel spannte sich darüber, und wir radelten im Schatten der Bäume, als wäre der Weg nur für uns angelegt worden. Die Thaya präsentiert sich als dunkler, nicht sehr tiefer Fluss, der seine Energie kaum braucht und doch unaufhörlich weiterzieht. Die Oberfläche des Wassers spiegelt irgendwie die stille Gelassenheit der Umgebung wider. Entlang der Ufer öffnet sich ein wunderschönes Auengebiet und die Uferlinien winden sich ruhig durch die Landschaft mit kleinen, behäbigen Städten, deren Häuserzeilen sich entlang des Wassers gruppieren. Dahinter erstrecken sich Auwälder mit knorrigen Eschen, Weiden und Pappeln, deren Zweige oft ins Wasser hängen und dann tauchen sie auf, kapitale Karpfen, deren dunkle Silhouette durch das grünbraune Wasser schimmerten, während Pflanzenblätter sich wie kleine Schirme über sie legten. Es ist eine Landschaft, in der Zeit langsamer zu gehen scheint, als ob der Fluss selbst die Gegend hier ein wenig entschleunigt.
Thaya Fluss Gebiet - einmal nicht gestaut
Thaya Fluss Gebiet - einmal nicht gestaut
Trotzdem nahmen Max, Franz L. und Ernst von Anfang an Fahrt auf, preschten vornweg, Dietmar und Sepp bildeten das beruhigende Mittelstück, während wir anderen ein wenig gemütlicher dahinschwebten, den Blick auf die Landschaft gerichtet. Unser nächstes Ziel war Waidhofen an der Thaya. Wir kurvten durch die Wege der Stadt, bis wir wieder auf den schmalen Thaya Radweg stießen. Kleine Dörfer schoben sich nun an uns vorbei, verschlafen und still, nur die Bauern mit mächtigen Traktoren und endlos wirkenden Anhängern die ihre Ernte einsammelten.
riesige Felder
riesige Felder
Sepp, Dietmar und Fredi waren in der langsameren Truppe die stärksten Radler und bewiesen dies bei jeder Steigung. Sacherl Bauer Franz S. ließ sich von der Weite der Waldviertler Felder tragen und Manfred pendelte von hinten nach vorne, ließ sich wieder zurückfallen und brachte so eine leichte, schelmische Leichtigkeit in sein Tun. Günther knipste begeistert Schnappschüsse, jede Szene eine kleine Erinnerung.
imposante Burg Raabs
imposante Burg Raabs
Wir rollten weiter hinein nach Raabs, durch eine schmale Gasse hinunter zum Fluss, vorbei an urigen Häusern. Im Stadtkrug fanden wir Einkehr im lauschigen Gastgarten, wo das Essen nach Sonne, langer Fahrt und guter Gesellschaft besonders gut schmeckte. Max hatte Probleme mit seinem Motor und schwitzte sich auf dem langen Aufstieg aus der Stadt richtig durch. Mit 37 Grad kroch aber auch eine beißende Hitze in den Tag, doch wir schoben uns weiter, mit einem letzten Blick auf die Burg hoch über Raabs, die wie eine stille, ehrwürdige Augenweide in den Himmel ragte.
einfach schön - Tschechien
einfach schön - Tschechien
Dann ging's hinaus ins benachbarte Tschechien, der Weg wurde steiniger, und doch meisterten wir jede Hürde so, als wären wir Mountainbike-Profis, die das Gelände lesen. 85 Kilometer lagen hinter uns, als wir schließlich wieder unsere Zuganlage in Waldkirchen erreichten. Räder verstaut, Koffer gepackt, und der Heimweg zog sich vor uns dahin wie ein vertrauter Faden.
Wir blickten zufrieden, aber auch mit einem weinenden Auge auf das Ende der Reise, zwei extrem lustige Tage mit unserer zehnköpfigen Radlertruppe, ein Abend voller Lachen, ein lässiges Hotel, freundliche Dorfladen-Betreiberinnen, die Waldviertler Menschen und eine Umgebung, die sich sicher in ewiger Erinnerung einschreibt. Zuhause zu sein, war nah, doch ein kleines Stück Waldviertel blieb in uns zurück, wie ein Duft, der noch lange nach dem Abschied in der Luft hängt.
Geschafft
Geschafft
GenussRadler | Alle Rechte vorbehalten 2025
Unterstützt von Webnode Cookies
Erstellen Sie Ihre Webseite gratis! Diese Website wurde mit Webnode erstellt. Erstellen Sie Ihre eigene Seite noch heute kostenfrei! Los geht´s