Susi Wallner Warte

🚴Truppe - Sepp, Johann, Fredi K, Karl, Ernst, Franz, Alfred, Dietmar und Gerhard
Datum - 23.09.2026 ☀️ 21°C
🕙 Abfahrt - Mittwoch 9:00h 
Länge - 76 km _Höhenmeter - 1583 Hm
Zeit - 6 Stunden
🍽️ 🍻 - Wirt auf da Fürling 
Konditionen - 🌑🌑🌑🌑
Können        - 🌑🌑🌑
Am ersten Herbsttag trafen sich neun GenussRadler pünktlich um neun Uhr am Treffpunkt. Und obwohl die Temperatur spürbar hinter die Pullover krabbelte, lag etwas Leichtes in der frischen Luft, dieses erwartungsvolle Grinsen, das sich nur zeigt, wenn man weiß, daß heute der Weg durch Natur führt und es sicher wieder spannend wird.
Gemeinsam rollten wir los, Richtung Susi Wallner Warte bei St. Leonhard. Schon nach kurzer Zeit tauchte der Stranzberg vor uns auf und mit ihm ein Waldweg, so schön, dass man fast vergisst, wie sehr man sich eigentlich gerade hinaufarbeitet. Es Herbstelt und der Wald zeigt sich in einem schönen Grün mit einem sanften Duft von Erde und Blättern und das leise Knacken unter den Reifen ist, als würde der Weg ein wenig mitreden wollen.
Stranzberg
Stranzberg
Weiter ging’s nach Mistelberg und dann wieder über versteckte Wegerl, die man nur findet, wenn man unterwegs ist wie wir, mit Blick auf die Natur, mit Geduld und mit Aufmerksamkeit. In Zudersdorf öffnete sich der Blick hinüber nach Allerheiligen, hinaus über die wunderschönen, gerundeten Linien der Landschaft. Wir radeln vorbei am Katzenberg, der höchsten Erhöhung von Tragwein, bevor wir hinein in den Güterweg Reihofer rollen.
Sepp und Ernst sind wie fast immer vorneweg und der Schmäh in unsere Truppe kam auch nie zur Ruhe, denn selbst die steileren Abschnitte wurden mit viel Humor genommen. Dietmar schien mit seinem neuen Akku Flügel bekommen zu haben und Johann radelte, als gäbe es kein Morgen. So leicht, so selbstverständlich wirkte alles.
Bildstein am Weg nach Leonhard
Bildstein am Weg nach Leonhard
Als Nächstes ließen wir unsere Räder nach Bad Zell laufen. Gleich bei der Arena bogen wir in einen Wiesenweg ab und da, zwischen dem frischen Duft von Gräsern und dem hellen Glanz der Sonnenstrahlen, kamen zwei Rehe aus der Siedlung, als hätten sie dort gefrühstückt und wären nur aus Höflichkeit kurz stehen geblieben. Die Wiesen lagen wie frisch gemalt da, tiefgrün, saftig und während die Sonnenstrahlen über das Grün wanderten, begann unser nächste Abschnitt, hin Richtung Weberberger Güterweg hinauf nach Barndorf.
Je weiter wir in den Wald hineinrollten, desto deutlicher wurde bei mir das Gefühl, das die Landschaft hier eine ganz eigene Schönheit verbirgt. Es roch nach kühler Erde und nach jenem Grün, das im Herbst noch nicht aufgeben will. Der teils wirklich steile Aufstieg legte uns kurz den Schweiß auf die Stirn und ich war gar nicht unglücklich darüber, als wir wieder auf Asphalt weiterfuhren. Die Hügel wurden tatsächlich immer höher und die wellenartigen Täler gingen atemberaubend weit hinunter.
Susi Wallner Warte
Susi Wallner Warte
Durch Oberndorf rollten wir schließlich weiter, mit wunderschöner Aussicht hinüber nach Ruttenstein und auf der anderen Seite war Prandegg plötzlich auch nicht mehr weit weg. Währenddessen sammelten sich am azurblauen Himmel einige Wolken, zunächst wie harmlose Türmchen, doch bald wirkten sie dunkel und bedrohlich, als würden sie ein anderes Kapitel ankündigen.
Es blieb aber trocken und so führte uns der Weg hinunter ins Waldaist Tal, wo dann unser Blick hinauf nach St. Leonhard wanderte. Berge, deren Spitzen bis zu den Rändern von Wäldern bewachsen waren und dazwischen immer wieder ein Bauerngut, das anmutete, als hänge es wie ein Schwalbennest im Hang. Ernst sah am Waldrand immer wieder Parasole, ich selbst kann aber gar nicht langsam genug unterwegs sein, um sie zu bemerken.
Aussicht auf St.Leonhard
Aussicht auf St.Leonhard
Schließlich erreichten wir St. Leonhard und wir radelten an der Musikschule vorbei, wo es dann hinauf zur Warte am Predigtberg ging. Der Weg wurde steiler, aber gut befahrbar, so nahmen wir die Kehren, Meter um Meter, bis die Warte endlich vor uns stand. 18 Meter ragt sie empor und erst nach unzähligen Stufen wurde klar, wie sehr sich die Mühe gelohnt hatte. Die Aussicht war herrlich, weit und ruhig. Unten lag der Ort wie verschlafen am Fuße des Berges, aber über allem stand dieses beeindruckende Dach der Wälder.
beeindruckendes Mühlviertel
beeindruckendes Mühlviertel
Dann kam die Abfahrt, schnell, aber kontrolliert ging's hinab ins Stampfental. Und dort wartete noch einmal ein Stück Steigung, bis zu 17 Grad ging's hinauf zum Wirt in da Fürling. Tritt für Tritt schraubten wir uns den Berg empor, lang genug, um zu spüren, wie das Zusammenspiel von Rhythmus und Natur wie eine gemeinsame Sprache klingt. Beim Wirt war Halt, endlich.
Wir wurden köstlich verpflegt. Einige konnten ihre Akkus wieder auffüllen und in der Stube wars gemütlich warm. In Gesprächen und Lachen verging die Pause schneller, als sie hätte vergehen sollen. Alfred lud uns zu zwei Geburtstags Getränken ein. Wir nahmen das natürlich dankend an, ließen es uns gut schmecken und stießen gemeinsam auf den schönen Anlass an, herzlichen Danke Alfred und nochmals alles Gute zum Geburtstag. Aber irgendwann scheint die Natur immer wieder zu rufen und auch wenn es schwerfiel, brachen wir nun wieder auf.
Beim Fürling Wirt
Beim Fürling Wirt
Sogar die Sonne schien wieder und so ging es weiter nach Erdmannsdorf. Auf einem tollen Güterweg fuhren wir recht gemütlich hinein nach Gutau, dann weiter auf dem Feldweg oberhalb des Ortes zum Güterweg Marreith. Im Waldaisttal wurde es schließlich flotter, mit enormen Vorwärtsdrang.
Johann und Dietmar bildeten ein Windschatten Paar, genau wie unsere Fredln und zwischen ihnen drängelten sich Sepp und Karl. Ernst war schneller als der Rennradler und Franz fuhr für eine Zeit mit mir, bevor er allen davonzog. Bei der Pfahnlmühle wartete er schließlich geduldig auf uns, bis wir alle wieder zusammen fanden.
Die besonders hübsche Wirtin Gerlinde
Die besonders hübsche Wirtin Gerlinde
Der letzte Hang wurde in Windeseile genommen und so erreichten wir fast gemeinsam unser letztes Ziel beim Sepp. Dort wartete nicht nur das Ende unserer Tour, sondern vor allem das gute Gefühl, angekommen zu sein. Sepp lud uns zu Getränken ein und überraschte mit einem toll gedeckten Tisch. Sonja hatte zudem einen richtig leckeren Kuchen geschickt. Solch köstliche Geschenke sind oft die schönsten Momente. Sonja, herzlichen Dank für den wunderbaren Kuchen. Sepp kredenzte dazu Kaffee und alle sonstigen kühlen Getränke.
Abschluss beim Sepp am festlich gedeckten Tisch
Abschluss beim Sepp am festlich gedeckten Tisch
Es war urgemütlich, herzlich und voller Spaß und so endete unsere Ausfahrt genau dort, wo sie hingehörte, bei einem Gastgeber, der nicht einfach nur bewirtet, sondern den Raum mit herzlicher Gastfreundschaft erfüllt. Sepp präsentierte sich heute wieder einmal als wunderbarer Gastgeber, ein aufrichtiges Dankeschön und während wir uns verabschiedeten, blieb diese Art von Zufriedenheit in uns, die nur kommt, wenn Natur, Wege und Menschen gut zusammengepasst haben.

Danke das ihr dabei wart.

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