Durchs Stille Tal

🚴Truppe - Sepp, Johann, Fredi K, Karl, Ernst, Max, Alfred und Gerhard
Datum - 29.09.2026 ☀️ 26°C
🕙 Abfahrt - Dienstag 9:00h
Länge - 72 km _Höhenmeter - 1621 Hm
Zeit - 6,5 Stunden
🍽️ 🍻 - Wirt in Pasching
Konditionen - 🌑🌑🌑🌑🌑
Können - 🌑🌑🌑
Heute brechen wir auf zu einer Tour die sicher voller Überraschungen ist, mit der Aussicht, daß uns bei jedem Anstieg ein kleines Abenteuer erwartet und wir mit jeder Abfahrt die wunderschönen Täler genießen können. Also verlassen wir um neun Uhr unseren Treffpunkt und schon beim Losfahren lacht die Sonne vom tiefblauen Himmel. Es soll heute richtig warm werden und man merkt es sofort, die Luft wirkt leicht, freundlich und die ersten Kilometer fühlen sich daher ein bisschen leichter an.

Zu acht radeln wir los und gleich am Anfang geht es ein wenig bergauf am Stranzberg. Sepp hat ja heute seine Jubiläumsfahrt, zum hundertsten Mal ist er mit den GenussRadlern unterwegs und entsprechend motiviert ist er nur mehr ganz vorne zu finden. So rollen wir weiter Richtung Kriechbaum. Der Weg führt uns auf wunderschönen Pfaden hinauf, am Bach entlang, bis wir schließlich Allerheiligen erreichen.
Im Dörfl, der kleinen Siedlung unterhalb des Ortes, ist es noch ganz ruhig, nur ein Landwirt arbeitet im nahen Wald. Wir lassen unsere Räder hinunter ins Naarntal laufen und überqueren beim kleinen Kraftwerk Aschermühle den Fluss. Von dort radeln wir am Spazierweg entlang, parallel zur Naarn, Tritt für Tritt, bis uns der Waldweg fordert, es heißt nun hineinbeißen, denn es geht hier schon extrem nach oben.

Geschafft und mit neuen Reserven rollen wir weiter bergauf durch den Ort Rechberg. Über den Feldweg geht es jetzt weiter hinauf nach Puchberg, dem höchsten Punkt unserer heutigen Reise und oben öffnet sich mit einem unglaublichen Blick die Landschaft, eine weite, klare Sicht und alles liegt so ruhig da, als hätte jemand die Welt einen Moment angehalten. Am Hügel erstrahlt im Sonnenlicht die Ruine Prandegg, mächtig am Hang stehend und mir kommt vor, als würde sie uns schon länger beobachten.

Kurz darauf führt uns der Weg hinüber zur Ruine Klingenberg. Hier fühlt es sich wirklich an wie im Almgebiet, tiefgrüne Weiden schmiegen sich in die steilen Hänge, Wälder reichen bis zu den Spitzen der Berge und die Zweige der Bäume hängen weich und weit herab, fast bis zum Boden. Atemlos schön ist auch der Duft der Luft, frisch gemähtes Gras und dann taucht am Wegesrand immer wieder ein Meer von gelb leuchtenden Herbst-Löwenzahn auf. Gleich später liegt im Hang ein Feld mit rosa blühenden Pflanzen, ein sanftes Farbmuster, das uns begleitet und alles ein bisschen märchenhaft macht.

Wir radeln bei Maseldorf durch herrliche Wälder, dann öffnet sich wieder ein kleines Tal mit ein paar Bauernhöfen, die sich still in die Natur einfügen. Und dieses Bild wiederholt sich einige Male, Wald, Lichtung, Höfe, als würde die Gegend uns nicht nur begleiten, sondern immer wieder neu überraschen. Nun sind wir bei der Senfmühle angekommen und biegen ein in unser heutiges Tour Ziel, in das Stille Tal. Am Senfmühlbach führt zuerst ein schmaler Pfad entlang, dann ein Waldwegerl, vorbei an alten Ruinen verlassener Mühlen. Nur ein paar Kilometer von Bad Kreuzen entfernt nehmen wir in Klaus noch einmal einen sehr steilen Waldweg in Angriff. Danach geht es weiter ins Käfermühlental entlang Richtung Münzbach und während wir uns durch den Wald arbeiten, streicht eine leichte Windbrise durch die Bäume. Ab und zu fällt schon ein erstes Blatt auf den Waldboden, als würde der Herbst sich leise ankündigen.

Wir umfahren den Ort und nähern uns dem Wirt in Pasching. Im Gastgarten ist es richtig angenehm und so nehmen wir das Mittagsmenü zu uns. Nach der sehr guten Mahlzeit und nach lustigen Gesprächen geht es wieder weiter hinunter zur Kuchlmühle. Sepp, herzlichen Dank für deine Getränke Runde. Es ist richtig nett, wie du diesen Anlass mit uns teilst. Im Naarntal nehmen wir dann die 21-prozentige Steigung zum Lanzenberg in Angriff. Johann und Max sind jetzt nicht mehr wieder zu erkennen. Nach dem Nachladen der Akkus preschen sie die Anstiege empor, sagenhaft! Nur Ernst und Fredi können da mithalten. Und dann ist da noch Karl, beim Anstieg hinauf auf’n Lanzenberg geht er völlig aus sich heraus. Man merkt, wie sehr ihn dieser Moment freut, er zieht wie ein Sturm davon und ich fühle mich fast wie im Windschatten und ich muss mich furchtbar plagen, um ja den Anschluss zu halten.

Nun rollen wir nach Aisthofen und am Wegerl neben der Bahn hinein nach Schwertberg. Noch ein letzter Anstieg erwartet uns hinauf zur Holzgasse, Alfred ist Mal ganz vorne und dann wieder etwas weiter hinten zu finden, es ist als spielte er mit der Tour, irgendwie beängstigend welche Power dieser Mann hat. Traudi und Alfred haben uns heute zum Abschluss Getränk eingeladen und neben dem sehr guten Kaffee dürfen wir uns wieder über so wunderbare, warme Bauernkrapfen freuen, mit der einzigartigen, köstlichen Marillenmarmelade von Mama. Und es ist wie immer eine Gaumenfreude, die man sonst nie so gebündelt erlebt. Ein Dankeschön euch beiden für die so herzliche Einladung.

So endet eine wunderschöne Tour, ja anstrengend und herausfordernd war sie, aber immer mit der wunderbaren Mühlviertler Landschaft, den schönen Bachläufen, leuchtenden Momenten und natürlich mit den lustigen Freunden. Danke fürs Dabei-sein

