Bad Goisern Tag 1
Schwarzensee und Eisenaueralm

🚴Truppe - Günther, Sepp, Johann , Fredi K, Alfred, Ernst, Dietmar, Manfred, Helmut Max, und Gerhard
Datum - 20.Juli 2026 ☀️ 23°C
🕙 Abfahrt - Montag 7:00h
Länge - 53 km _Höhenmeter - 1060 Hm
Zeit - 5 Stunden
🍽️ 🍻 - Kirnberghütte
Konditionen - 🌑🌑🌑
Können - 🌑🌑🌑
Heute brechen wir zu unserem dreitägigen Radabenteuer in Bad Goisern auf und so begann unser Tag schon kurz nach sieben Uhr bei Silvia und Fredi, die uns zu einen gemeinsamen Frühstück einluden. Und wir staunten nicht schlecht, es war fast schon ein kleines Fest, neben Schinken und Käse stehen plötzlich selbstgemachte Nusskronen und Müsli-Kekse auf dem Tisch, als hätte jemand gewusst, wie sehr wir uns zum Start nach etwas Besonderem sehnten. Vielen herzlichen Dank euch beiden, wir wären am liebsten noch länger geblieben, doch die Zeit ruft. Also werden die letzten Räder verfrachtet, letzte Handgriffe erledigt, und dann geht’s los.

Am frühen Vormittag sind wir bereits in der richtigen Stimmung, mit 11 Genussradlern, so viele wie noch nie, fahren wir zunächst mit den Autos nach Strobl. Es ist einiges los, aber wir kommen zügig durch und um zehn Uhr beginnt unser Abenteuer dann richtig in Strobl am Wolfgangsee. Max hat die Tour sorgfältig vorbereitet. In einer Reihe, gut organisiert, folgen wir seinem Plan und hinein geht’s nach Rußbach. Und auch das Wetter spielte mit. Zu Beginn war es noch nebelig, grau und ein wenig geheimnisvoll, doch während wir zur Anfahrt nach Strobl unterwegs sind, zieht die Nebeldecke langsam davon. Es wird heller, die ersten Sonnenstrahlen zeigen sich am Himmel und je weiter wir kommen, desto freundlicher wird die Welt. Entlang der Strecke bessert sich das Wetter spürbar, bis die Sonne schließlich überall auftaucht und alles in ein warmes Licht taucht.

Bereits in Rußbach empfangen uns mächtige Felswände, die sich entlang der Berge zeichnen, als würden sie uns den Weg säumen. Bald biegen wir in ein Waldgebiet ein, die Straße wird schmaler, steiler, und vorne sammeln sich unsere bewährten „Kletterkünstler“. Alfred, Fredi K., Ernst und Sepp und sie lassen sich auch nicht lange bitten. Aus anfänglichen 9 Prozent Steigung werden plötzlich 17 Prozent, doch das Tempo bleibt hoch. Vielleicht war es kurz anstrengend, aber es wurde zugleich genau das, wofür wir hier sind, gemeinsam starten, gemeinsam durchhalten, gemeinsam ankommen. Guide Max hält die Gruppe zusammen und das Tempo stabil, bis wir schließlich den Schwarzensee erreichen.
Der See liegt eingebettet zwischen Bäumen, und das Wasser leuchtet türkisgrün, ein Anblick, der einen sofort still werden lässt. Wir radeln nun oberhalb des Wassers entlang und es schimmerte dieses wunderschöne Grün des Sees durch das Geäst der Bäume. Überall sind Wanderer und auch zahlreiche Radler sind bereits unterwegs. Ein Stück des Weges führt uns durch ein schönes Almgebiet, hügelige Wiesen, auf denen immer wieder überraschend große Steine auftauchen, kleine Weggefährten. Ein Bach schlängelt sich zwischen den Wiesen hindurch und an den Rändern geht es steil bergauf hinein in die dichten, großartigen Wälder.

Dietmar übernimmt nun auf dem Schotterweg die Spitze und auch Johann und Günther zeigen sich immer öfter vorne. Vor uns baut sich die steile Wand des Schafbergs auf und wir fahren vergnügt weiter, über die schöne Forststraße der Eisenaueralm entgegen. Kühe liegen gemütlich im saftigen Gras, während weiter oben schwarzweiß gepunktete Jung-Rinder über die Weiden zur Kirnberghütte herunterstreifen.
Und dort machen wir Rast. Am Zaun stehen schon viele Räder, hier ist wirklich Betrieb. Wanderer, aber vor allem Radler, alles in Bewegung, alles in guter Stimmung. Wir werden bestens bewirtet und nach dem leckeren Essen brechen wir gestärkt wieder auf. Ich war dabei wirklich erstaunt, wie gut sich einigen meiner Radl-Freunde hier aus kannten. Johann führt uns noch zu einem Hügel mit Gipfelkreuz, bevor wir die Strecke, die wir uns mühsam hinauf erkämpft haben, wieder hinunterrollten.

Es geht flott bergab und während wir an Tempo gewinnen, treffen wir immer wieder auf kleine Radgruppen, die ebenfalls zur Alm unterwegs sind. Wenn es bei uns abwärts geht, wird es richtig lebendig, einige Tachos zeigen weit über 70 km/h an. Und das ist dieses herrliche Gefühl, wenn Kurven, Wind und Geschwindigkeit einen für einen Moment einfach tragen. Schließlich laden unsere Chauffeure die Räder wieder auf und machen sich auf den Weg zu unserer Pension. Ich fahre mit vier weiteren Freunden mit den Rädern zur Pension und so beginnt für uns eine gemütliche Weiterfahrt. Über den Radweg R2 geht’s durch Bad Ischl, meist entlang der Traun, bis wir schließlich in Goisern ankommen. Hoch oben ist die „ewige Wand“ bereits zu sehen, und auch wenn sie heute noch geduldig wartet, ist klar, demnächst wird sie auch für uns ein Thema sein.

Dann kommt der letzte Anstieg. In einem beherzten „Hurra“ fliegen wir die Serpentinen den Berg hinauf und erreichen schließlich unser Zuhause für die nächsten drei Tage. Unser Vermieter Gery und seine nette Frau erwarteten uns schon und führt uns durch das tolle Haus. Es ist wirklich beeindruckend, was uns hier geboten wird, ein kleiner Pool, eine Sauna, ein Jacuzzi und eine richtig schöne, geschmackvolle Einrichtung. Dazu die atemberaubende Aussicht zum Sarstein und hinunter zum Hallstättersee. Einfach herrlich, um nach so einem Tag zur Ruhe zu kommen.
Abends gibt es Knödel mit Kraut und Gulaschsaft, dazu viel gute Stimmung und so endet der erste Tag, wie er begonnen hat, gemütlich, lustig, gemeinsam.

