🚴Truppe - Alfred, Fredi K, Franz, Karl, Max, Ernst, Gerhard
Datum - 08. Juni 2026 ☀️ 28°C
🕙 Abfahrt - Montag 9:00h
Länge - 73 km _Höhenmeter - 1489 Hm
Zeit - 6,5 Std
🍽️ 🍻 - Pühringer
Konditionen - 🌑🌑🌑🌑
Können - 🌑🌑🌑
Es ist immer wieder schön, wenn mich viele GenussRadler-Freunde begleiten und heute freut es mich wirklich, dass wir zu siebt zu einer Tour zum Schloss Puchenau aufbrechen. Die Sonne steht schon bestimmend am Horizont und der Himmel breitet sich in einem klaren Azurblau aus, in dem kleine, weiße Wolkenpolster vorbei ziehen.
Wir gleiten hinaus aus Ruhstetten und die Dächer von Katsdorf und Schweinbach begrüßen uns in einem warmen Licht. Während wir jetzt den Linzerberg hinauf und Richtung Zinngiessing gleiten zieht ein Duft von Heu durch die Luft. Hier atmen wir tief ein und lassen uns von einer leisen Vorfreude tragen, auf Das was heute noch kommen mag.
Wir rollen weiter am Schatzweg hinein nach Magdalena. Nun steht uns die Fahrt zwischen den Häusern bevor, doch die Straßen sind sehr verkehrsarm und so gelangen wir zügig zum Einstieg in die Grünbergstraße. Schon nach wenigen Metern lässt der Anstieg uns spüren, wie lebendig die Kräfte sind, die sich uns entgegen stellen. Fredi K. und Ernst scheinen sich im steilen Gelände zu Hause zu fühlen, als würden sie die Spur des Pfades lesen. Über 20 Prozent, unser Blick wird ernster und doch bleibt der Rhythmus der Pedale unser treuer Begleiter, während wir uns in das üppige Grün hinein bewegen, als gäbe es kein Linz, kein Alltagsleben. Es ist fast nicht zu glauben, daß die lebendige Stadt eigentlich ganz in unserer Nähe ist. Nach dem ständigen bergauf im Schatten der mächtigen Bäume erreichen wir Lichtenberg. Ein Raubvogel erhebt sich elegant aus dem Gehölz und schraubt seine Kreise in die klare Luft. Wir schauen nun hinab auf Lichtenbergs Häuser, die sich im Hang verteilen. Es geht noch ein wenig am Asberg hinauf und erst in Neulichtenberg können wir unsere Räder laufen lassen. Hier öffnet sich der Blick auf ein Panorama, das alles vereint, hinüber nach Gramastetten, das Kraftwerk Ottensheim, die Donau, das sich wie ein schimmerndes Band durch das Landschaft zieht. Die Stadt Linz liegt unter uns im Sonnenlicht und die Pöstlingberg-Kirche zeigt sich von einer neuen Seite. Es geht nun vorbei am Koglerauer Spitz, am Wiesenweg und Max und Alfred ziehen an mir vorbei, als würde ich stehen.
Wir sind weiter in Bewegung, radeln vorbei an Häusern, die am Hang vor uns stehen und erreichen schließlich Puchenau, wo das Schloss auf einer kleinen Anhöhe thront. Es ist kein Prunkbau, kein Märchenschloss, es ist ein vierkantiger, ehrlicher Bau, in dem sich Büroräume und Wohnungen befinden. Der Schweizer Pensionsfonds hält hier die Hälfte, eine stille Erkenntnis weltlicher Verflechtungen.
Wir folgen jetzt dem Duft von Zwiebelsuppe und gebackenen Speckknödeln, der aus dem Gasthaus Pühringer steigt. Hier laben wir uns köstlich bevor die Reise in Richtung Donau weiter geht. Der Fluss liegt uns zu Füßen, als würden ein Band aus Blau neben uns dahin ziehen. Der tolle Radweg ist ein ruhiger, breiter Pfad, der uns Richtung Urfahr trägt. Hier im riesigen Gelände vom Damm hin zur Donau blühen gerade die Pappeln und der süßliche Duft schmeichelt unseren Nasen. Kinder spielen und auch so ist einiges los in dieser einzigartigen Oase.
Der Aufstieg zur Pfennigbergsiedlung ist eine Prüfung, doch auch hier zeigt sich die Natur als Lehrmeister, 17 Prozent, die uns fordern, nur Alfred wurde immer munterer und war mit Ernst am Anstieg nicht zu halten. Karl hatte seine Freude mit seinem neu entdeckten Navi und fuhr leichten Trittes hinauf. Wir sind oben und rollen nach Aigen hinein. Ein nettes Wegerl durch den Wald bringt uns zum Zirkenbach, der Geruch von feuchtem Moos und frischem Harz begleitet uns auf der anderen Seite hinauf nach Niederreitern. Franz hat nach Lichtenberg Akku gespart und knallt nun dieses staubige Wegerl mit einem Lächeln hinauf.
Wir erreichen den Rastplatz bei der alten Eiche und nähern uns schön langsam Obertal. Max zeigte uns noch ein Insider-Wegerl und schon geht’s im rasanten Tempo hinein nach Katsdorf. Am Ortsplatz gönnen wir uns noch einen Kaffee im Guglhupf, bevor es am letzten Anstieg nach Ruhstetten und nach Hause geht.
Heute war die Landschaft wie ein Bilderbuch, der leuchtende Glanz der Sonne, der Duft von Heu, das Flüstern des Windes in den Baumkronen, ein atemberaubender Weitblick mit der Silhouette des Traunstein am Horizont, hinter jeder Kurve Ausblicke, die uns in Erinnerung bleiben.
Burschen Danke, daß ihr wieder dabei wart.