Schloß Rosenberg

🚴Truppe - Sepp, Johann, Fredi K, Karl, Ernst, Franz und Gerhard
Datum - 15.09.2026 ☀️ 26°C
🕙 Abfahrt - Dienstag 8:10h 
Länge - 80 km _Höhenmeter - 1325 Hm
Zeit - 7 Stunden
🍽️ 🍻 - Hotel Sumava cz
Konditionen - 🌑🌑🌑
Können         - 🌑🌑🌑
Bevor die trüben Herbsttage so richtig Einzug halten, wollten wir unserer Radltour noch mit einer gemeinsamen Bahnfahrt ergänzen. So starteten wir 7 GenussRadler schon kurz nach acht vom Bahnhof Gaisbach Richtung Rybnik. Kaum saßen wir in den Reihen, da wurde auch schon wieder viel gelacht und diese fröhliche Stimmung trug uns wie von selbst weiter nach Tschechien.
Von dort ging es gleich vergnügt los, wir drehten zuerst eine kleine Dorf-Runde, vorbei am Teich und die Haus- und Hofhunde verabschiedeten uns mit einem lautstarken Gebell. Dann begann das eigentliche Radeln, durch schöne Wälder, vorbei an riesigen Rinderherden, die sich in den weitläufigen, tiefgrünen Weiden sichtlich pudelwohl fühlten. Die Straßen waren traumhaft und erstaunlich kreuzte bisher kein einziges Auto unseren Weg.
So ließen wir die Räder in den ruhigen Ort Rosenthal hineinrollen, bis wir schließlich auf engen Sträßchen weiter abtauchten, begleitet von einer imposanten Allee mächtiger Eichen, deren weit ausladende Äste uns wie ein stilles, schützendes Dach empfingen. Hinter dieser beeindruckenden Kulisse wartete dann das Schloß Rosenberg. Hoch über dem Ort thront es und im Innenhof ragte ein Turm mit Zinnen über das Gemäuer hinaus. Einige Besucher waren ganz wie wir vom Anblick gefesselt und blickten hinunter auf die Moldau, die hier ruhig und gemächlich durch den Ort zieht. Danach ging es nur noch bergab, hinein in dieses verschlafene, gemütliche Tempo des kleinen Ortes.
In einem Café gönnten wir uns eine kurze Rast, bevor es wieder steil den Berg hinaus ging. Ein letzter, eindrucksvoller Blick zurück und dann weiter in eine Landschaft, die sich ständig neu öffnete, wunderbare Wege, weite Ausblicke und dieses Gefühl, als würde sich die Gegend von ganz allein für uns heraus putzen. Ein prächtiges Pferdegestüt tauchte auf und schon bald erreichten wir den kleinen Ort Ruckendorf. Ernst und Sepp hatten bei jeder Steigung die Führung fest im Blick, während sich, wenn es richtig bergauf ging, auch Fredi zu ihnen gesellte und die drei die Bahn nach oben zogen und wir anderen nur Schritt für Schritt nachkamen.
Doch jetzt war Abstieg angesagt und zwar Richtung Vissy Brod, das eingebettet, sich ins Tal der Moldau schmiegt. Schon von weitem leuchtete das prächtige Kloster durch die Landschaft und wir glitten hinein in den Ort, als wären wir längst erwartet. Nach dem kurzen Klosterbesuch rollten wir am langen Dorfplatz entlang zum Hotel Sumava. Dort wurden wir mit einem extrem feinen Hirschragout bestens verwöhnt und auch die großen Schnitzel schmeckten einfach ausgezeichnet. Danach ging es wieder hinaus, ins stille Niemandsland, wo eine Tafel zwar an die geschliffenen Dörfer erinnert, aber das unvorstellbar Leid der Vertriebenen kaum wiedergeben kann.
Auf traumhaften Wiesenwegen fuhren wir weiter durch Gegenden ohne Häuser, nur weite, grüne Flächen und wunderschöne Wälder, die uns begleiteten, bis zur Grenze bei Gaming. Von dort ließen wir unsere Räder über ebenfalls sehr schöne Wege durch die Wälder bei Schenkenfelden laufen. Zwei Windräder wachen über dem Ort mit seinen rund 1600 Seelen und so radelten wir auf Feldwegen weiter hinauf nach Ottenschlag.
Bald kannten wir die Wege wieder besser und die Fahrt wurde richtig flott. Weiter ging es nach Hadersdorf und vorbei beim Glocknerwirt. Von weitem war schon die Kirche von Wartberg zu sehen und unsere Tour führte uns schließlich ins Tal der kleinen Gusen. Auf dem Weg bergauf bei Arnberg zog Johann mächtig an und auch Karl war weit vorne zu finden. Nur Franz kämpfen mit großer Übersetzung und kleiner Unterstützung gegen den Berg.
Am Ende folgten wir der Bahnlinie und kehrten bei Michi und Johann ein, die uns zum Abschluss Getränk eingeluden. Mama Kohlberger hatte gebackene Mäuse und köstlichen Kuchen vorbereitet, einfach traumhaft. Und die Mäuse waren sensationell, flaumig, saftig und mit genau dem richtigen Biss, ein Genuss, wie man ihn ganz, ganz selten erlebt. Herzlichen Dank dafür, liebe Michaela, lieber Johann und natürlich ein ganz großes Danke an die Hansi Mama. Michi kümmerte sich rührend um unser Wohlergehen und so war es wieder richtig gemütlich.
So endete eine wunderschöne Ausfahrt in vertrauter Runde, mit vielen Eindrücken, guter Stimmung und dem Gefühl, dass diese Tour mehr war als nur Strecke, nämlich ein kleines Stück gemeinsames Erleben.

Danke, daß ihr dabei wart.

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