Bad Goisern Tag 2
Sarstein Umrundung

🚴Truppe - Günther, Sepp, Johann , Fredi K, Alfred, Ernst, Dietmar, Manfred, Helmut Max, und Gerhard
Datum - 21.Juli 2026 ☀️ 24°C
🕙 Abfahrt - Dienstag 9:00h 
Länge - 61 km _Höhenmeter - 1534 Hm
Zeit - 7 Stunden
🍽️ 🍻 - Cafe Maislinger 
Konditionen - 🌑🌑🌑🌑
Können         - 🌑🌑🌑🌑
Heute brachen wir wieder zu 11 auf, mit diesem Bauchgefühl, dass der Tag gleich gut werden kann. Max hatte die Umrundung des Sarsteins geplant und so ging es nach kurzer Einstimmung am Weg auch schon los. Über 60 Kilometer und rund 1500 Höhenmeter warteten auf uns und diesmal sollte es vor allem ein Tag voller Anstieg und Ausblicke werden.
Kaum hatten wir Fahrt aufgenommen, führten uns die Wege vorbei am Predigtstuhl weiter nach oben und damit begann auch schon ein extrem anstrengender Teil, auf den es hinauslief, der steile Wegerl Richtung Hütteneckalm. Auf diesem steilen Stück sind wie üblicherweise Fredi K, Ernst, Alfred und auch Dietmar mit seinem Eco Tritt ganz vorne zu finden. Ihre Energie zieht uns jedes Mal ein Stück mit nach oben und während die Beine mehr Arbeit bekommen, wird gleichzeitig klar, dass ist genau der richtige Weg.
Der Pfad wurde zusehends härter, erst langsam, dann ordentlich, schließlich so richtig fordernd und irgendwann war das Almgebiet nicht mehr nur in Sicht, sondern ganz plötzlich da. Am Hang begegnete uns ein Alm Bewohner bei seinem kleinen, netten Häuschen. Er pflegte gerade seinen Garten und daneben kletterten die Kühe selbstbewusst den Hang hinauf. Ihre Kuhglocken bimmelten hell und zuverlässig, während wir am Jungvieh vorbeiradelten. Es war eine Mischung aus Arbeit am Berg und unerwarteter Idylle. Die Hütteneckalm selbst liegt auf 1240 Metern und bietet einen wirklich beeindruckenden Panoramablick über das Salzkammergut.
Der ungetrübte Ausblick reicht über das gesamte Dachsteinmasiv bis zu den schroffen Gosaukämmen und unten im Tal können wir den Hallstättersee erblicken. Heute war die Hütteneckalm leider geschlossen, aber zum Glück gab es einen Kühlschrank. Wir konnten uns ein kühles Getränk entnehmen, gegen Bezahlung und einmal kurz inne halten, um den Blick wirken zu lassen.
Nach einer Weile kehrten wir der herrlichen Aussicht den Rücken, es ging wieder abwärts. Zunächst Richtung Flohwiese, mit ein paar auf und ab Passagen, dann rollten wir an der Haller Alm vorbei und weiter ging's über ein richtig wurzeliges Teilstück, bei dem sich die meisten eine kurze Schiebe-Passage leisteten, bevor es dann wieder schneidig hinunter nach Altaussee ging.
Und dort wartete der Loser mit seiner majestätischen Größe auf uns, diese markante Spitze wirkt, als würde es nur diesen einen Gipfel geben. Gegenüber richtet sich die Dresselwand auf, riesig und direkt aus dem Ausseer See emporragend.
Wir fuhren durch den Ort, kehrten im Café Maislinger ein und gönnten uns eine sehr gute Stärkung. Danach ging’s noch zur Badewiese am See. Johann ließ es sich nicht nehmen und sprang in die Fluten und ein paar Enten wurden fast von der folgenden Welle überrascht. Nach der kurzen Rast radelten wir aus dem Ort hinaus und nahmen Kurs nach Bad Aussee.
Die Straße ging nun etwa 20 Prozent hinunter. Enge Kurven, ein bisschen Adrenalin, ein bisschen Mut und schließlich landeten wir im Stadtzentrum. Max wich etwas von seiner geplanten Route ab und nach der Schiebe-Strecke kurvten wir auf wunderbaren Wegen der Traun entlang.
Eine Hängebrücke führte uns nun über die Koppentraun hinüber, dann ging es auf atemberaubender Strecke weiter hinunter zur Traun. Wir folgten der neuen Koppnenwinkelstraße und machten Halt bei den Koppnenwinkel-Lacken. Leider war dieser Karstsee heuer schon ausgetrocknet, also suchte unser Guide für uns ein neues Abenteuer. Kurz vor Obertraun gab es einen Trail und ein paar Unerschrockene schwangen sich wagemutig den Hang hinunter. 
Es folgte die Fahrt am Ufer des Hallstättersees und der Radweg verlief hier direkt knapp oberhalb des Wassers an der Felswand entlang, richtig beeindruckend und so fuhren wir diesen Abschnitt gemütlich, aber aufmerksam weiter und kamen nun an der Haltestelle Hallstatt vorbei, der Ort Hallstatt liegt am gegenüber liegenden Ufer. Wenige Pedal Tritte später legten wir bei der Seeraunzn einen kleinen Zwischenstopp ein, bevor wir wieder Fahrt aufnahmen und hinein nach Bad Goisern rollten.
Helmut und Johann trennten sich kurz von uns und fanden eine andere Strecke in den Ort. Max fand auch hier wieder lässige Abkürzungen und unser nächster Halt war erneut beim Maislinger, diesmal in Goisern. Was aber am Ende noch fehlte, war ein letzter Anstieg hinauf zu unserem Ferienhaus. Johann hatte heute offenbar nicht seinen besten Tag erwischt, nachdem er in Obertraun heftig mit einem weißen Leitpflock in Streit geriet, verweigerte jetzt beim Anstieg sein Akku die Hilfe. Irgendwie wird dann doch alles wieder gut. Nach der Buren-Wurst-Jause saßen wir beisammen, lachten noch viele Stunden über manche Erzählungen und ließen den Tag zufrieden ausklingen.
Dietmar und Günther verlassen uns leider heute wieder. Danke, dass ihr dabei wart – es war wieder richtig lässig mit euch.
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