Quelle Visnitzbach


Als wir in den für mich neuen Weg nach Anitzbeg einschlugen, umhüllte uns eine fast magische Atmosphäre, Karl kämpfte indessen auf der schmalen Holzbrücke mit seinem breiten Lenker. Die Wurzeln auf dem steilen Anstieg erforderten unsere volle Aufmerksamkeit, während uns ein schmaler Grat oberhalb des Baches nach Anitzbeg führte und mit einen beeindruckenden Blick hinunter ins Visnitztal faszinierte. Wir radelten weiter nach Loipersdorf und hinunter zur kleinen Gusen, deren klares Wasser uns mit seiner Schönheit beeindruckte. Es folgte der Anstieg nach Matzelsdorf der die Kletterkünste von Ernst und Karl offenbarte, die mit Leichtigkeit die schweißtreibende Herausforderung annahmen. An der Quelle des Visnitzbachs hielten wir jetzt an, wo das Wasser als kleines Rinnsal aus dem Boden sprudelte und den Hang hinunterfloss, bis es in einem kleinen Teich im nahen Waldgebiet aufgefangen wurde. Nach diesem kleinen Halt setzten wir unsere Tour nach Au fort und radelten mit einem herrlichen Blick auf Schloss Weinberg hinunter nach Wittingdorf. Max, voller Übermut, ließ es sich nicht nehmen, auf dem schmalen Weg die Bremsen loszulassen und sauste mit einem fröhlichen Grinsen den Hang hinunter. Doch die nächste Herausforderung wartete bereits mit dem Anstieg zum Schöferhof. Ernst zog mit unwiderstehlicher Kraft den steinigen Weg hinauf und der Blick zurück war atemberaubend, die steilen Hänge, bedeckt mit tiefgrünem, aber noch kurzem Gras und die klare, frische Luft schufen eine Kulisse, die das Herz höher schlagen ließen.


