Pfenningberg

🚴Truppe - Alfred, Karl, Sepp, Ernst, Max, Günther, Johann, Gerhard
Datum - 13. Mai 2026 ⛅ 17°C
🕙 Abfahrt - Mittwoch 10:00h
Länge - 56 km _Höhenmeter - 1082 Hm
Zeit - 5 Std
🍽️ 🍻 - Mostbauer Hametner
Konditionen - 🌑🌑🌑
Können - 🌑🌑🌑
Heute war es mit 10 Grad erstaunlich frisch und der Himmel hing wolkenverhangen über uns, als wir uns zu einer Tour auf den Pfenningberg aufmachten. Wir starteten um zehn Uhr in Ruhstetten, hinunter nach Reiser und folgten einem netten Wiesenweg, der uns sanft nach Nöbling führte. Hier in seiner Heimat übernahm Max das Führungs-Zepter und nachdem wir Edtsdorf passierten, bog unser Pfad auf den Panoramaweg ein. Dieses wirklich hübsche Wegerl führte uns weiter nach Amberg.

Von nun an waren Ernst und Sepp immer ganz vorn dabei und nach Unterreichenbach schlängelte sich unser Weg durch einen traumhaften Wald- und Wiesenpfad am kleinen Reichenbach entlang. Mitten auf der Strecke begegneten wir der Teufelskapelle, zu der natürlich eine Sage gehört, ein kleines Örtchen voller Geschichten, wie aus einem Märchenbuch. So gleiten wir weiter, begleitet vom leisen Singen des Baches, dem leichten Rascheln der Blätter und dem Takt unserer Tritte. Das Tal schmiegt sich enger um uns und während der Weg sich sanft in Richtung Pulgarn neigt, erkennen wir, dass Schönheit oft in der Ruhe lieg, in dem ruhigen Fließen, im Stehenbleiben und Zuhören der Klänge des Waldes.

Unsere Fahrt setzte sich fort nach Pulgarn, hinaus auf den Donauradweg. Die Donau zeigte sich dort in einer schier endlosen Breite, kleine Wellen schlugen sanft ans Ufer und dem Gegenwind zum Trotz fühlten wir uns nach einer Weile erleichtert, den Weg verlassen zu können. Ein schönes Wegerl führt uns durch die Aulandschaft hinein nach Steyregg. Die Vogelwelt zwitscherte wunderbar und vorbei am Badesee passierten wir die Stadt. Oben thronte das Schloss über den Häusern, während wir am Finstergraben hinaufkletterten. Johann und Karl schoben sich zur Spitze und mitten im steilen Anstieg zum Pfenningberg wartete Günther auf uns. Beeindruckend war, wie er es schaffte, uns nicht zu verfehlen, sodass unsere Truppe auf acht Radler angewachsen war. Von dort genossen wir herrliche Ausblicke auf Linz hinunter und die Sonne strahlte inzwischen kräftiger auf unsere Strecke. Der Pfenningberg offenbarte sich in all seiner Pracht. 616 m über dem Linzer Osten ist er ein mystischer Kraftplatz mit drei Gipfeln und zwei Kreuzen, der für seine Energieorte im Mischwald, uralte Eichen und historische Steinformationen bekannt ist. Besonders der dritte Gipfel beherbergt eine jahrhundertealte Eiche, einen Opferstein mit einer Ausnehmung und bietet einen meditativen Rückzugsort in luftige Höhen.




Wir umrundeten den Pfenningberg, hielten kurz am 3-Buchen-Kreuz, bevor wir am Daxleitner vorbeizogen in Richtung Lachstatt. Vierzig Kilometer in die Pedale getreten, freuten wir uns schon auf die Einkehr beim Mostbauer Hametner. Leider wurde mein Reservierungswunsch nicht schriftlich festgehalten, sodass uns im Gastgarten Platz angeboten wurde. Nach einer sehr guten, kalten Jause brachen wir wieder auf nach Innertreffling. Fredi rückte nun immer öfter an die Spitze und wir nahmen bei Holzwiesen einen Waldweg, der uns zu einer kleinen Holzkapelle führte, mitten im Wald, einsam neben einem Wanderweg errichtet.

Von dort führten uns die Straßen wieder in vertraute Zonen nach Katsdorf und in Neubodendorf bogen wir zum Mostkeller von Manfred ab, der uns heute mit einem Getränk willkommen hieß. Der Tisch bog sich vor Köstlichkeiten. Most mit wunderschöner Farbe und traumhaftem Geschmack, dazu kamen noch andere kalte Getränke und Kaffee mit Mehlspeisen. Danke, Manfred, für deine wunderbare Einladung. So endete eine atemberaubende Ausfahrt mit viel Lachen und Rückblicken auf unsere tolle Radtour.

Mich beeindruckte heute Sepp, der trotz Schmerzen mit seinen Bandscheiben nicht nachgab und weiter mitradelte. Ein herzliches Dankeschön geht auch an Johann für die wunderbaren Fotos und an Max für die tatkräftige Unterstützung bei der Streckenführung, die mich heute buchstäblich verzauberte und natürlich der Dank an alle GenussRadler, die mich Woche für Woche begleiten.
