Pammerhöhe Rechberg

🚴Truppe - Sybille, Silvia und Fredi, Gerlinde, Ingrid und Gerhard
Datum - 24.Mai 2026 ☀️ 27°C
🕙Abfahrt - Sonntag 10:00h
Länge - 54 km _Höhenmeter - 1150 Hm Zeit - 6 Std🍽️ 🍻 - Haunschmid Konditionen - 🌑🌑🌑
Können         - 🌑🌑🌑🌑
Bei strahlendem Sonnenschein brechen wir heute zu einer ganz besonderen Radtour auf. Fünf Guaddrauf Radler und Gerlinde, unser Gast, die uns heute begleitet. Jeder von uns mit Vorfreude auf die kleine Reise und einem warmen Hauch des Windes, der uns über das Gesicht und durch das Haar streicht. Die Herausforderung des MTB-Trails am Stranzberg steht bevor, grüne Gräser wippen am Rand des Weges, als wollten sie den Pfad, samt uns, sanft umarmen.
Wir radeln nun wieder auf asphaltierten Untergrund und die imposante Kirche von Allerheiligen grüßt uns aus der Ferne. Hier liegt auch der Duft von frisch gemähtem Heu in der Luft, der uns alle in seinen Bann zieht während wir ins Tal gleiten. Am Anstieg zum Taferlberg in Tragwein folgen wir einem schmalen Wiesenweg hinein in den Ort, während Sybille heute voller Elan und mit einem Lächeln die Führung übernimmt. Jetzt geht's am Mühlenweg hinab und eine wunderbare Stille breitet sich in diesem zauberhaften Talabschnitt des Kettenbaches aus 
Auf dem Waldweg hört man kaum noch unsere Räder, stattdessen erfüllt uns das Rascheln der Blätter, das leise Plätschern des Baches und der Duft von feuchter Erde. Unsere Strecke führt uns weiter hinauf zum Hennberg und auch hier umgibt uns der Duft von frisch gemähten Gras. Wir begegnen jetzt häufiger den Stoakraftweg und fahren oberhalb von Bad Zell nach Brawinkl, wo uns der liebliche Vogelgesang wie eine Melodie begleitet und die Waldluft unsere Nasen umgarnt.
Mit traumhaftem Blick auf die Berg- und Hügelwelt unseres Mühlviertels erreichen wir die historische Stätte des Wagenlehnerguts, wo im Herbst 1731 Magdalena Grillenberger der Hexerei beschuldigt wurde und mit ihren sieben Kindern schmerzvoll ihr Leben verlor. Unsere Reise führt uns am Ellerberg entlang, hinaus durch das liebliche Tal der kleinen Naarn, zum Aufstieg auf den Puchberg. Der Waldweg wird zeitweise steil, doch Fredi ist natürlich in seinem Element und unsere Truppe überrascht mich aufs Neue. Silvia, sonst etwas ängstlich bei unbefestigten Wegen, prescht über Steine hinweg, zieht ihre Spur den Berg hinauf und zeigt echten Mut, ein wildes Mädel im Wind.
Bei der Pammerhöhe machen wir kurz Halt und lassen uns von der Landschaft verzaubern. Später am Weg ins Tal füllt Gerlinde am charmanten Quellbrunnen noch schnell ihre Wasserflasche, während wir beim Rechberger See einbiegen und uns zum goscherten Wirt begeben. Dort stärken wir uns mit wirklich köstlichen Speisen, jeder Bissen ein kleines Gedicht. Weiter geht es nach einem letzten Blick auf den See hinauf auf den Panoramaweg und schließlich auf der verkehrsarmen Straße Richtung Windhaag, wo der warme Fahrtwind durch unsere Kleidung fährt. Wir gleiten vorbei an sanften Hügeln bis nach Hiesbach.
Wir wollen aber hinab ins Naarntal und fahren langsam über den schönen Feldweg ins Tal des Hiesbaches. Ein einsamer Traktor werkelt im Tal und wir radeln im schmalen Tal hinaus zur Naarn. Der Fluss schlängelt sich zwischen großen Steinen hindurch und schon steigen wir wieder hinein in den ÖAMTC Trail, hinauf nach Allerheiligen. Ingrid fährt nun die steinige Straße mit mörderischen Tempo empor und Fredi wird von ehemaligen Kollegen erkannt, nach einem kurzen Tratsch geht es hinunter nach Kriechbaum. Sybille lässt es bergab richtig krachen, gemeinsam passieren wir Kriechbaum und folgen erneut dem Kettenbach, der uns wie ein altbekannter Freund durch die Landschaft begleitet
Heute ist auf unseren Wegen viel los, doch unsere Runde bleibt behutsam, nur  Sybille hat es ein wenig eilig. Das Katsdorfer Zeltfest ruft, doch wir bleiben gelassen und folgen ihr hinunter nach Hohensteg, weiter Richtung Heimat. Tschüss Sybille und gute Unterhaltung. Schließlich machen wir nochmals Rast bei Sylvia und Fredi zu einem letzten Getränk, wo eine unwiderstehliche Erdbeer-Roulade auf uns wartete. Danke für die so nette Einladung. Nach lustigen Gesprächen trennen sich unsere Wege.


Es war heute eine wunderschöne kleine Reise in das liebliche Dorf Rechberg. Das Wetter blieb herrlich, der Weg zeigte sich zwar ab und zu herausfordernd, doch er war durch und durch schön. Wir lachten viel, wir hatten Spaß am Radeln und die Erinnerung an den heutigen Tag wird noch lange mit uns mitfahren.

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