Maximilianische Turmlinie

🚴Truppe - Alfred, Fredi K, Manfred Dietmar, Ernst, Gerhard
Datum - 18. Mai 2026 ☀️ 20°C
🕙 Abfahrt - Montag 9:50h 
Länge - 80 km _Höhenmeter - 850 Hm
Zeit - 6 Std
🍽️ 🍻 - Stockinger 
Konditionen - 🌑🌑🌑
Können        - 🌑🌑

Um 1830 war Linz von 32 Verteidigungstürmen überspannt, ein Netz aus Steinen, Zinnen, das die Stadt wie ein Schildkröten Kästchen umgab. Doch nur fünfundzwanzig Jahre später wurden diese Bollwerke wieder aufgegeben und heute bleiben nur noch wenige Türme die erhalten wurden. Wir wollen heute einige dieser ehrwürdigen Wächter besuchen, die vielleicht noch ein stilles Geheimnis bewahren.
Also beginnt um 9:50 Uhr unsere Leondinger Turmrunde in Gaisbach, von wo aus wir mit dem Zug nach Linz aufbrechen. Wegen der A26-Baustelle nehmen wir einen kleinen Umweg über den Volksgarten zur Stifter Straße und hinauf zur Gugl. Unsere Radl-Truppe besteht heute aus sechs Genussradlern und nach dem Aufstieg zur Gugl werfen wir am Freinberg beim Aloisianum erstmals einen Blick auf einen Turm – einen Probeturm, ein Muster, das die kommenden Gestalten schon ahnen lässt.
Probeturm
Probeturm
Die Sonne begleitet uns von Beginn an und der klare Himmel spannt sich über die Landschaft. Beim Arboretum, wo Gehölze aus aller Welt gepflanzt sind, um ihre Eignung für unser Klima zu prüfen, umrundeten wir die buddhistische Stupa der Erleuchtung. Dietmar und Manfred drehten drei Runden zu Fuß um das Monument, natürlich im Uhrzeigersinn. Der Rest von uns umkreiste es mit dem Rad, in der Hoffnung, dass das Glück uns hold bleibt
Beim Aloisianum
Beim Aloisianum
Weiter ging's zur Ortschaft Zaubertal, einem Ort von lieblicher Stille, hier war wirklich nur das Zwitschern der Vögel zu hören. Dann öffnete sich wie aus dem Nichts eine traumhafte Fernsicht. Die Gipfel der Berge schimmern hell, schneebedeckt, als wären sie mit feinem weißen Staub aus Kristallen bestäubt. Der Blick hinüber zum Pöstlingberg war aber nicht weniger beeindruckend, dort wo sich einst das Fort mit den Türmen 1 bis 6 erhob. Am gegenüberliegenden Ufer blieben weitere Türme erhalten, wie Klara, Thekla und Edelburga – während unten an der Donau die Klause Adelgunde und Kunigunde stehen.
Stupa
Stupa
Weiter ging es zu Turm 14, Hildegard, der bereits auf uns wartete, doch nur der ringförmige Grundriss war noch zu erkennen. Danach folgten Turm 13, Genoveva, der Pulverturm, Turm 12, Agnes, einst Atelier und Gaststätte – heute gehört es der Baufirma Haller. Im Turm 10 finden Privatwohnungen Platz, im Turm 9 Apollonia befindet sich das Stadtmuseum von Leonding und im Turm 8 Margaretha ist heute eine Buschenschank zu Hause. Damit schloss sich unsere Turmbesichtigung und wir radelten hinaus nach Leonding und Rufling.
Turm 13
Turm 13
Wir glitten über schmale Straßen, vorbei an wunderschönen prächtigen Bäumen, während die viele Sträucher die Stadt im Grün der Natur versinken ließen. Ein zarter Hauch süßen Duftes der Schafgarbe zieht über die Wiesen. Wir erreichen Pasching und kamen dem Flughafen Hörsching ziemlich nahe. Hier wurden wir von zwei Kibitzkücken bemerkt und so verharrten sie regungslos am Asphalt, wir fuhren behutsam an ihren vorbei, woraufhin die entzückenden braunen Kerlchen das Weite suchten und davonrannten. Es ging weiter, durchquerten Oedt und legten einen kurzen Halt am See ein, bevor wir die Traun am Kraftwerk Pucking überquerten.
am Öedter See
am Öedter See
Und nach einen letzten Anstieg erreichten wir unseren Rastplatz im Gasthaus Stockinger, wo wir uns stärkten, Gespräche führten und neue Kräfte sammelten, bevor wir den Heimweg antraten. Wir entschieden uns für den Traunradweg, auf dem wir unsere Räder gemütlich dahin gleiten ließen. Im Augebiet hing der herrlich frische Bärlauch-Duft in der Luft und ging's einmal bergauf waren Ernst und Fredi K meist vorne weg und Dietmar heftete sich ans Hinterrad. Wir kommen nun zum Pichlingersee, an dem bereits reges Treiben herrschte. Nach dem Queren der Donau am Kraftwerk Abwinden machten wir noch einen Abstecher nach Gusen, wo wir im gemütlichen Café K2 ein Getränk zu uns nahmen. Von dort führte uns die Route über Greinsberg schließlich nach Hause, wo einige wenige Wolken am Himmel aufzogen, doch die Temperatur stieg angenehm auf 20 Grad, sodass wir die letzten Kilometer auch noch bei mildem Sonnenschein genießen konnten.
Es war heute eine wissenserweiternde, kulturhistorische Radtour mit atemberaubenden Ausblicken, beeindruckenden Villen und viel unbekanntem Terrain, zu den auch die historischen Türme in Leonding gehörten. Schlichtweg wieder eine wunderschöne Radreise.
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