Abschluss Tour 2025

🚴Truppe - Sepp, Johann, Ferdi K, Karl, Franz, Max, Gerhard
Datum - 27. Dezember 2025 ☀️ 4°C
🕙 Abfahrt - Samstag 12:00h
Länge - 38 km _Höhenmeter - 580 Hm
Zeit - 3,5 Std
🍽️ 🍻 - Schwarzen
Konditionen - 🌑🌑🌑
Können - 🌑🌑🌑🌑
Heute um 12 Uhr brachen wir zu einer letzten kleinen Radtour im alten Jahr auf, die Sonne strahlte vom wolkenlosen Himmel und auch das kalte Wetter konnte uns nicht abhalten. Fredi, Joe und ich radelten hinaus nach Ruhstetten, wo wir auf Karl, Franz, Sepp und Max trafen. Sofort erfüllte eine fröhliche Stimmung die Luft und unser Abenteuer begann. Wir fuhren über schmale Wege hinunter nach Standdorf. Der Wanderweg, der uns öfters schon durch nasses Terrain führte, präsentierte sich heute von seiner charmantesten Seite. Kaum hatten wir die erste Biegung hinter uns gelassen, durchbrachen die Sonnenstrahlen die gefrorenen Traktorspuren. Die Erde darunter, fantastisch weich, hatte bereits ihre frostige Hülle abgelegt. Unsere Räder wurden umgehend mit einem Schicht aus Matsch verziert, aber kein Problem, ein bisschen Dreck gehört einfach zu einer Radltour im Winter dazu.

Fredi, der in diesem Jahr bereits beeindruckende 12.000 Kilometer geradelt war, war am Anstieg nach Blindendorf wie gewohnt ganz vorne dabei, er und Sepp bildeten meist die Spitze unserer 7 köpfigen Truppe. Ich war wieder einmal von dieser Landschaft richtig begeistert, der Reif glitzerte an den Waldbäumen im Sonnenlicht, die frische Luft umhüllte uns und die schneelose Landschaft strahlte in einem klaren Licht.

Auf schmalen Feldwegen radelten wir weiter nach Frankenberg. Die Aussicht war traumhaft und wir genossen jeden Moment, als wir hinunter nach Gusen fuhren, um kurz bei der Gedenkstätte Gusen mit dem KZ-Krematorium innezuhalten. Danach führte uns der Weg hinter Langenstein in den Ort, von wo wir hinauf zum Pfafferlehnergütl radelten.
Dieser Anstieg forderte uns mit einer besonders tiefen Spur heraus. Unsere Fahrräder kämpften tapfer gegen die unebene Strecke und die meisten waren dieser neuerlichen Herausforderung gewachsen. Der Weg verlangte nach Konzentration und Geschick und jeder Tretimpuls war ein kleines Abenteuer für sich. Als wir schließlich in einen anspruchsvollen Hohlweg einbogen, wurde der Spaß zur kleinen Herausforderung unserer Fahrtechnik. Nur wenige Zentimeter waren uns als Fahrbahn vergönnt, die Ränder drohten uns sonst auf den kalten Boden zu ziehen. Doch wir hielten uns tapfer und schafften es alle, diesen Teil der Strecke bravourös zu meistern.

Die Winterlandschaft um uns war ruhig und trotz der Herausforderungen fühlte sich jeder Tritt in die Pedale wie ein kleiner Sieg an.
Auf den Feldwegen nach Kollnerberg war die Stimmung weiterhin ausgelassen. Sepp fuhr jetzt fast immer an der Spitze und auch Max, der seit langem wieder mit uns fuhr, beiden zeigten richtig viel Elan und beeindruckten uns mit ihrer Kondition. Karl hatte zwar Bedenken wegen der Kälte geäußert, doch die wärmenden Sonnenstrahlen sorgten dafür, dass wir uns wohlfühlten. So ging es weiter über Rieder Boden nach Danndorf und Marwach. Franz schwärmt derart von den selbstgemachten Weihnachtskekse, daß wir seine Einladung dankbar annahmen.

Nach der liebevoll zubereiteten Jause von Maria und Franz, die uns mit frischem Brot und duftendem Speck, wunderbaren Kekserl und wärmenden Glühmost verwöhnt haben, brechen wir nun voller Energie auf. Franz und Maria ein herzliches Dankeschön für eure so herzerwärmende Gastfreundschaft. Am Weg nach Obenberg in der Ferne nun dieses traumhafte Panorama, ein klarer Himmel, in dem sich ein intensives Blau mit den schneebedeckten Gipfeln der Alpen vereint, wunderschön.

Wir lassen das mittlerweile vertraute kleine Dorf Marwach hinter uns und radeln dem sanft plätschernden Riederbach entlang. Der Weg ist gesäumt von braunem Laub, das im sanften Licht der Abendsonne glitzert. Die Temperatur liegt bei kühlen 2 Grad und man spürt die Kälte der winterlichen Luft im Gesicht. Die Sonne beginnt sich hinter den sanften Hügeln zu verstecken und wir wissen, dass die Dämmerung bald hereinbrechen wird. Mit jedem Tritt in die Pedale spüren wir die Anstrengung des Anstiegs nach Wachsreith. Der Feldweg, der bereits wieder gefroren ist, verlangt uns einiges ab. Doch die Mühe lohnt sich, denn die Abendsonne, eine leuchtende gelbe Kugel am Himmel, sendet ihre letzten Strahlen durch die Baumkronen. Die Silhouetten der Waldbäume erscheinen in majestätischer Schönheit im nun so mystischen Licht. Johann, unser bester Fotograf überhaupt, tritt kräftig in die Pedale. Er klettert den Anstieg hinauf, als wäre er eine Gemse, flink und voller Energie. Sein Lächeln spricht Bände, er ist ganz in seinem Element, umgeben von der Schönheit der Natur.

Diese Radtour war mehr als nur eine sportliche Betätigung. Sie war ein Fest der Sinne, das uns die winterliche Schönheit der Natur näherbrachte und uns inmitten von Kälte und Dreck ein Gefühl von Freiheit und Zusammengehörigkeit schenkte. Danke dass ihr wieder dabei wart und ich wünsche Euch ein Gutes neues Jahr 2026
