Körner Pyramide

🚴Truppe - Alfred, Ernst, Karl, Franz, Sepp, Johann und Gerhard
Datum - 04. September 2026 ☀️ 24°C
🕙 Abfahrt - Freitag 8:10h
Länge - 76 km _Höhenmeter - 1265 Hm
Zeit - 6 Stunden
🍽️ 🍻 - Forellen Wirt Mitterbach
Konditionen - 🌑🌑🌑
Können - 🌑🌑🌑
Heute stand wieder einmal eine Zugfahrt am Programm. Kurz nach acht starteten wir vom Bahnhof Gaisbach aus Richtung Summerau. Das Wetter zeigte sich von seiner schönsten Seite, richtig radlfreundlich und so ging es für uns bald vom Schober Weg aus in den Wald hinein. Auf herrlichen Wiesenwegen, die sich angenehm und fließend durch die Landschaft ziehen, erreichten wir schließlich Kerschbaum.

Wir sieben GenussRadler ließen unsere Räder weiter rollen, erst durchs Gebiet um Eisenhut und bei Wullowitz führte uns der Weg dann entlang der Maltsch. Immer nah an der Grenze zu Tschechien und auf tollen Radwegen, die das Fahren leicht und zugleich abwechslungsreich machten. Hier, auf der weiten Ebene bei Leopoldschlag, lagen die Wiesen in einem tiefen Grün und bald bogen wir ab, hin zu den Wasserbüffeln, die nahe am Bach in geduldiger Ruhe verweilten.

Mächtige Tiere mit imposanten, enormen Hörnern blickten uns neugierig entgegen. Und während die Kühe gelassen wirkten, machten es sich die Kälber daneben sichtlich bequem, ganz ohne Scheu, fast schon selbstbewusst und zutraulich.

Ein Stück weiter fuhren wir am Töpfer Weg entlang, einige Meter direkt neben der Grenze, bis wir den stillen Ort Leopoldschlag erreichten. Johann und Alfred nutzten die Zeit noch für einen Besuch am Friedhof, bei verstorbenen Verwandten, ein kurzer, stiller Halt.

Unsere Reise führte uns anschließend hinaus am Badeteich Weg, zu unserem heutigen Tourziel, der Körner Pyramide. Die kleine Pyramide in Hammern bei Leopoldschlag ist ein Granit-Denkmal, das 1817 errichtet wurde. Sie erinnert an Theodor Körner, einen deutschen Freiheitsdichter und Patrioten, der 1813 im Kampf gegen Napoleon fiel. Das Monument besteht aus einer Granit Pyramide, die auf vier Granitkugeln am Sockel ruht und trägt ein Eisenkreuz sowie ein Porträt Körners. Alfred äußerte danach noch den Wunsch, kurz über die Grenzen zu fahren. So machten wir bei Hammern einen Abstecher zur beeindruckenden weißen Maria-Himmelfahrt-Kirche. Danach nahmen wir wieder unsere Richtung auf und folgten den schönen Schotterwegen hinab, bis wir schließlich in Mardetschlag ankamen.

Es ging nun weiter auf schmalen Güterwegen und wir radelten hinein nach Windhaag. Der liebliche Ort empfing uns ganz still, keine Menschenseele war zu sehen und so rollten wir bald weiter, hinaus nach Spörbichl. Zwei große Windräder begrüßten uns dort, als würden sie den Ort behutsam in Szene setzen. Der Viehberg rückte dabei immer näher, greifbar, fast schon zum Anfassen.

Von Spörbichl führte uns der Weg dann durch ein nettes Waldgebiet weiter nach Mitterbach, wo wir beim Forellen Wirt einkehrten und dort wurden wir mit köstlichen Fischspezialitäten verwöhnt, genau die Pause zur richtigen Zeit. Frisch gestärkt ging es danach an der Feldaist-Quelle vorbei. Danach ging's auf eine angenehmen Straße und mit einem tollen Blick über St. Oswald, auf der wir unsere Räder sanft hinunter in den Ort laufen ließen, um uns gegenüber am Hang erneut dem Aufstieg zu stellen und der führte wieder ordentlich steil nach oben, Richtung Stiftungsberg.
Mit der neuen Akku-Füllung waren Johann und Karl kaum wieder zu erkennen, sie kletterten den Berg wieselflink hinauf. Ganz vorne jedoch, das merkte man sofort, waren Sepp, Ernst und Alfred scheinbar nicht erreichbar, sie wirkten als hätte ihnen der Wind Beine gemacht. Franz meinte zwar, er sei schon 2 Kilometer abgehängt worden, aber ganz so war es wohl doch nicht.

Weiter ging’s dann auf traumhaften Straßen bei Paben, hinein nach Elz und schließlich nach Kefermarkt. Dort machten wir noch einen kurzen Abstecher zur Büste des bescheidenen Wasserträgers. Wir genossen eine Weile die herrliche Aussicht und dann machten wir uns wieder auf, entlang des wunderschönen Weges, entlang der Aist.
Leise, etwas weniger Wasser führend als sonst, fließt der Fluss dahin. Erst weiter unten bei der Klammühle wurde das Rauschen wieder hörbar, als würde die Aist sich erst dort bemerkbar machen, wo es wirklich schön wird. Danach radelten wir weiter auf traumhaften Pfaden, bis uns schließlich ein steiler Anstieg forderte, extrem viel Schotter, viel Kraft, viel Gefühl. Zumindest für mich war diese Hürde nicht zu bezwingen und ich musste einmal kurz schlucken, bevor ich wieder in Bewegung kam.

Der Weg setzte sich entlang der Aist und der Eisenbahn fort, bis nach Mahrersdorf und von dort ging’s hinauf nach Hagenberg. Vorne zogen Alfred und Ernst das Tempo extrem an, fast ein Flug und schon bald erwartete uns das heutige Abschluss Getränk.
Ingrid wartete bereits auf uns. Neben kalten und heißen Getränken überraschte Ingrid uns mit einem traumhaften Kuchen. Dazu gab es zum Abschluss noch Weintrauben mit Käse. Und während wir alle beisammensaßen, gab es viele lustige Gespräche, viel Lachen und dieses angenehme Gefühl, dass man den Tag gemeinsam wirklich gut ausklingen lässt.
So endete unsere heutige Tour bei blauem Himmel mit kleinen schneeweißen Wölkchen, mit Sonnenschein, es ging durch traumhafte Wälder und tiefgrüne Wiesen oft entlang der Grenze, mit der Nähe zu Wasserläufen, die so leise wirken, aber doch immer ihren eigenen Ton haben. Wir haben sehr gut gegessen, hatten Spaß und waren mit Freude unterwegs und bei Ingrid war es wieder richtig gemütlich.
Ingrid, danke für deine so herzliche Gastfreundschaft.
Danke Burschen, dass ihr dabei wart.
