Klausmühle am Klausbach

🚴Truppe - Sepp, Johann, Fredi K, Alfred, Karl , Franz und Gerhard
Datum - 31.Juli 2026 ☀️ 38°C
🕙 Abfahrt - Freitag 9:00h 
Länge - 62 km _Höhenmeter - 1390 Hm
Zeit - 5 Stunden
🍽️ 🍻 - zum Edi 
Konditionen - 🌑🌑🌑🌑
Können         - 🌑🌑🌑
Auch heute, an dem heißesten jemals gemessenen Juli Tag in OÖ (40,3°C), haben wir uns wieder gemeinsam auf den Weg gemacht, also aufgesessen und so rollen wir gegen neun Uhr los Richtung Klausmühle. Die Temperatur ist noch einigermaßen freundlich und so lassen wir unsere Räder entspannt hinunter zur Feldaist gleiten. Ein kurzer Anstieg zum Kranzlgarten gönnt uns schon das erste bisschen Arbeit, dann dürfen die Radl wieder rollen, vorbei am Union Sportplatz, bevor der Weg sich schließlich steil nach oben verabschiedet.
Der Untergrund hat’s in sich, tiefe Schotterschichten, viel Geröll, das sich kaum bändigen lässt. Immer wieder graben sich die Reifen tief ein, als würden sie im Boden versinken und mancher von uns muss für einen Augenblick zu Hilfe greifen und mit dem Fuß den Grund suchen, bevor es wieder weitergeht. Sepp und unsere Fredis sind längst vorne weg und scheinen die Hitze gar nicht so richtig ernst zu nehmen, als gäbe es für sie nur den nächsten Abschnitt und nicht die sengende Sonne.
Und dann breitet sich dieses herrliche Panorama vor uns aus, Wiesen und Waldwege, weite Strecken, dazwischen gepflegte Bauernhäuser. Neben uns wird schon fleißig mit dem großen Traktor gearbeitet, Stroh-Rundballen werden heimgeholt, als wäre das Wetter eigens dafür gemacht. Wir biegen schließlich auf die Straße nach Pregartsdorf ab, folgen ihr weiter nach Hainberg und auf bekannten Wegen geht’s bis zur Kreuzung Gaisruckdorf.
Nach einer kurzen Abfahrt klettern wir wieder hinauf, über einen hübschen Wiesenweg Richtung Guttenbrunn. Von hier an kennt Karl meine Tourplanung, es geht zur Guttenbrunner Leitn und Karl drängt an der Spitze, denn er kennt den Weg über Stock und Stein, einmal rund um den Berg und mitten im großen Pferdegestüt kommen wir wieder zur Straße. Lustig wird’s natürlich immer wenn Franz dabei ist, mit seinen treffenden Bemerkungen am Rand bringt er die Runde immer wieder zum Lächeln und die Fahrt wirkt trotz allem leichter.
Wir steigen weiter hinauf zum Hundsberg, biegen ab und umrunden diesen Berg vollständig. Auf wirklich urigen Pfaden führt der Weg hinaus zur Straße und sobald wir wieder dort sind, geht’s abwärts. Immer wieder diese Mischung aus Anstrengung und Aussicht, so taucht vor uns das Schloss Tannbach auf und am Hügel liegt der liebliche Ort Gutau. Doch für uns geht es nun weiter zur Klausmühle, auf einem netten Wanderweg, wo die Stille schon fast greifbar wird, je näher wir kommen.
Als wir die Mühle erreichen, sind wir überwältigt, total neu renoviert und doch so stimmungsvoll, dass man automatisch leiser wird. Der Klausbach leidet ebenfalls unter der Hitze und Johann hält das Ganze mit wunderbaren Fotos fest.
Für mich endet der schöne Lauf allerdings abrupt. Ein leider nicht zu reparierender Kabelbruch setzt meinen Motor außer Gefecht. Alfred übernimmt sofort die Rolle der Rettung und er begleitet mich hinauf nach Gutau zum Edi. Währenddessen führt Fredi K die fünf Mann der übrigen GenussRadler-Truppe über einen schmalen Weg weiter Richtung Schöferhof wo sie schon von weitem das herrschaftliche Schloss Tannbach sahen, später hinein nach Au und weiter Richtung Güterweg Gsteinedt, wo ihnen die pralle Hitze vom Asphalt entgegenschlug. Die Burschen klettern unterhalb der Wimmer Höhe auf tollen Wegerl hinauf, erreichen schließlich über die Oswalderstraße den Edi und dort werden wir richtig kulinarisch verwöhnt.
Nach der lustigen Rast brechen wir wieder auf. Alfred und ich starten etwas früher. Ein notdürftiges Abschleppseil muss her- Sepp Danke - und so kann ich zumindest mit der Hilfe von Alfred und seinem E-Bike den nächsten Anstieg bewältigen. Stark verschwitzt sind wir beide, aber es geht. Vom Güterweg Marreith aus führt der Weg durch kleine, dafür extrem heiße Hitzenester, als hätte die Luft dort noch einmal eine extra Portion oben draufgelegt. Für mich endet die Unterstützung, ab jetzt fahre ich die restliche Strecke bis nach Hohensteg mit Muskelkraft. Alfred fährt ein ordentliches Tempo und ich halte mich meistens im Windschatten hinter ihm. Das letzte ganz steile Stück Richtung Thal wird dann geschoben und erst mit der Hilfe von Alfred geht es wirklich angenehm weiter, bis schließlich auch der letzte Berg genommen ist. Geschafft, ich bin zu Hause.
Damit aber nicht genug, zum Abschluss fahre ich noch mit einem anderen Rad hinüber, um bei Sepp zu landen. Inzwischen führt Fredi K die Truppe weiter hinauf am Haidberg nahe Erdleiten, wobei die Hitze immer unerträglicher wurde. Die Wiesen und Felder sind von der Sonne verbrannt und dürsten nach Nässen so wie die ganze Truppe. Über Güterwege erreichen sie Lanzendorf, die Route geht weiter am Güterweg Auer. Im Bad Zeller Land ist es ein ständiges Auf und Ab, immer wieder vorbei an großen, schönen Bauernhöfen. Und fast nebenbei passiert auch noch etwas Unglaubliches, eine tote Schlange wird von Fredi überrollt und versetzte ihm einen gehörigen Schreck. Dann lassen sie Lugendorf und Schmierreith hinter sich und auf den Feld und Wiesenwege wird gehörig viel Staub aufgewirbelt und so nehmen sie auch den letzten Anstieg hinauf zum Sepp mit Bravour, mit der Hoffnung auf ein kühles Getränk. 
Heute war außer uns fast niemand unterwegs. Ganz spärlich begegnen wir Menschen, die aus den Häusern kommen, und Radfahrer sind wirklich rar. Schlussendlich kommen alle GenussRadler heil und froh wieder bei Sepp an.
Danke, Sepp, für die Einladung. Im kühlen Keller schmecken die kalten Getränke natürlich doppelt so gut. Sepp hat einen tollen Partyraum eingerichtet und doch,  ein Nebenraum hat mich von den Socken gehauen. Eine richtig lässige Kellerbar mit Beleuchtung wie früher, eine Traktor-Haube mit Zapfanlage und 12000 Memphis-Zigaretten-Packerl zieren die vier Wände. Dazu noch eine bequeme, entspannte Sitzgelegenheit—einfach geil. Nach ein paar Getränken und köstlichem Eis gehen unsere Wege schließlich auseinander.

Und so bleibt am Ende genau das Gefühl, es war trotz 38 Grad lustig. Anstrengend, ja, aber auf eine super Art. Genau so muss es sein.
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