Keramik Garten Schiedlberg

Maria und unsere Keramik Garten Gastgeberin Frau Lengauer
Maria und unsere Keramik Garten Gastgeberin Frau Lengauer
🚴Truppe - Maria und Franz, Silvia und Fredi, Ingrid und Gerhard
Datum - 20. Juni 2026 ☀️ 37°C
🕙 Abfahrt - Samstag 7:40h 
Länge - 100 km _Höhenmeter - 1119 Hm
Zeit - 7 Std
🍽️ 🍻 - Gasthaus Hiesmayr 
Konditionen - 🌑🌑🌑🌑
Können         - 🌑🌑

Franz und Maria hatte ich angeboten mit ihnen nach Schiedlberg zu radeln. Ursprünglich wollte Franz einen Bekannten besuchen, doch der Plan verflüchtigte sich und so öffnete sich uns ein alternatives Programm. Ingrid, Silvia und Fredi waren heute ebenfalls mit von der Partie und Silvias Lachen versprühte gleich gute Laune, als wir uns um halb acht am Start versammelten. Der Himmel präsentierte sich in zarten, schneeweißen Wolkenbahnen, die Sonne stand hoch am Himmel und verwöhnte uns mit einem warmen, goldenen Licht. Zu sechst glitten wir nun hinab nach St. Georgen, weiter am Radweg bei Abwinden über die Donau. Ein Streckenabschnitt öffnete sich ins Augebiet und die Düfte von Heu und blühender Blumen verbreiteten sich in der Luft. Hier am Donauradweg tummelten sich die Menschen, Zelte wurden sorgfältig zusammengelegt, Läufer und Radfahrer suchten ihre Bahnen und wir ließen die Szene wie ein lebendiges Gemälde auf uns wirken. Nach Asten zog sich der Weg vorbei am Paneum, hinaus zum Summerauerhof und über dieses vertraute Stück Weg blieb unsere Orientierung noch gegenwärtig. Richtig majestätisch grüßte das Stift von der Anhöhe herab, als würde es uns mit einer stillen Einladung winken, während wir auf immer unbekannteren, sanften Wegerl tiefer in eine wunderschöne Landschaft eintauchten. Niederfrauenleiten zeigt uns Felder in allen Grüntönen und die prächtigen Bauernhöfe wirkten wie stille Wächter über das Getreide, das sich sanft im Winde wiegte. Von einer kleinen Anhöhe aus blickten wir hinunter nach Niederneukirchen, wo uns ein einladender Garten erwartet.

Im Hintergrund ein wunderschöner kleiner Schwimmteich
Im Hintergrund ein wunderschöner kleiner Schwimmteich

Frau Lengauer, die Hausherrin, empfing uns am Eingangstor zu ihrem Keramik Garten, als würden sie alte Freunde begrüßen. Gleich zu Anfang ein kleiner Schwimmteich, klar und einladend, mit einer sanften Stiege, das Wasser sprudelte aus kleinen Ausläufen ins Becken und Libellen zogen kreisende Bahnen in die Luft. Frau Lengauer kannte jede Rose und jeden Strauch mit Namen und erzählte zu jeder Pflanze eine kleine Geschichte. Ingrid, Silvia und Maria, selbst begnadete Floristinen, waren sichtlich beeindruckt von der Hingabe der Gastgeberin, ihr Blick ging über die Blüten, als könnte sie die Sprache der Stauden lesen. Nach einer kurzweiligen Stunde durften wir noch die selbstgemachten Keramikfiguren in ihrem Atelier bestaunen, jedes Stück eine kleine Liebeserklärung ans Handwerk mit Ton, Feuer und Geduld.

Weiter ging es nach Stein zu einem kleinen See, ein glasklares Bacherl speiste den Weiher und wir folgten einem netten Wiesenweg am Ufer entlang hinein nach St. Marien. Charmante Schotterstraßerl führten uns weiter, während am Horizont die Berge auftauchten und sich das Farbenspiel der Landschaft vertiefte. Schon zeigte sich die Spitze des Kirchturms von Schiedlberg und nach wenigen Kurven führte unser Weg zur Taverne in Schiedlberg. Dort wurden wir hervorragend verköstigt und während wir bei einem wunderbaren Vogelkonzert gemütlich speisten, heiratete im Hof des schmucken Gasthauses ein junges Paar, ein Heiraten im Freien, richtig schön.

Für uns ging's weiter, die Sonne schien unbarmherzig vom Himmel, doch der Fahrtwind war eine willkommene Abkühlung und auf unseren Rädern fühlte sich die Hitze irgendwie verträglich an. Ein Stein, der sich in Ingrids Kettenblatt fest verkeilt hatte, schickte uns für einen kurzen Stop in den Schatten, eine kleine Atempause, die wir gern annahmen und die uns erinnerte, wie wertvoll eine Trinkpause ist.

Eidechse im Keramik Garten
Eidechse im Keramik Garten
Weiter ging es durch Weichstetten hinunter zur Kirche Maria Laa, wo sich ebenfalls ein Paar das Jawort gab. Ein kurzer Besuch in der kühlen Kirche, dann gleiten wir Richtung Hofkirchen weiter. Großartige Häuser reihten sich am Hang in dem netten Ort und wir folgten weiter lieblichen Wegen, während der Ennser Stadtturm am Horizont über der Landschaft thronte. Nun bauten sich Wolken am Himmel zu imposanten Gebilden auf und wir radeln dem Ennser Radweg entlang dem Fluss nach Enghagen, bis wir schließlich die Donau mit der Fähre überquerten. Ein letzter, heftiger Anstieg von Mauthausen hinauf nach Ried. Franz und Maria luden uns zum Abschluss-Getränk ein, und schon beim Einbiegen stach uns die Farbenpracht von Marias Garten ins Auge. Selbstgebackenes Brot, Speck, Kaffee mit Kuchen und kühle Getränke, der Tisch bog sich förmlich unter den Köstlichkeiten. Franz und Maria, euch beiden ein herzliches Dankeschön für eure herzerwärmende Gastfreundschaft.
Schiedlberg Kirche
Schiedlberg Kirche
Und dann der Garten, der krönende Abschluss unserer Tour, doch diesmal mit einer neuen, sanften Intensität. Maria führte uns persönlich durch ihr paradiesisches Reich. Bereits der Eingang entfaltete eine stille Poesie mit einem lieblichen kleinen Häuschen. Man spürt den Stolz von Franz und Maria uber dieses kostbare Schmuckstück im Garten. Ein schmaler Kiesweg lud uns ein, von Rosen in allen Facetten flankiert. Der Duft war süß und jeder Blütenkopf schien eine eigene Geschichte zu erzählen. Dahinter öffnete sich ein Obstgarten mit schweren Äpfeln und Birnen und man spürte, wieviel Herzblut sie in jeden Winkel dieses Gartens gelegt hatte. Dort der Gemüsegarten und da nochmals duftende Rosen. Die Blütenpracht schien kein Ende zu nehmen: 
Donau Fährefahrt
Donau Fährefahrt
Als wir uns schließlich verabschiedeten, fühlten wir uns reich beschenkt von dem, was uns dieses Stück Garten gegeben hatte. Marias Garten war mehr als nur eine Ansammlung schöner Pflanzen, er war eine lebendige Hommage an Geduld, Pflege und Liebe zur Natur. Die Erinnerung daran bleibt wie ein zarter Duft, der noch lange nachklingt
Marias atemberaubender Garten
Marias atemberaubender Garten
Wir schlossen die Tour mit der gleichen Zufriedenheit ab, mit der wir begonnen hatten, über 1119 Höhenmeter und 100 Kilometer, begleitet von Fernblicken, lieblichen Straßen und dem schönen Gefühl eines insgesamt gelungenen Radltages.
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