Kammermayrberg

🚴Truppe - Alfred, Fredi K, Günther, Karl,  Gerhard
Datum - 27. Mai 2026 ☀️ 27°C
🕙 Abfahrt - Mittwoch 9:30h 
Länge - 75 km _Höhenmeter - 1453 Hm
Zeit - 6,5 Std
🍽️ 🍻 - Pammer
Konditionen - 🌑🌑🌑🌑
Können         - 🌑🌑🌑🌑
Bei strahlendem Sonnenschein und einem tiefblauen Himmel brachen wir heute auf, unser Ziel der Kammermayrberg. Günther erschien überraschend am Treffpunkt und mit einem kurzen Lächeln stieg die Vorfreude auf unsere Tour.

Zunächst folgten wir vertrauten Straßen entlang der Eisenbahn, bis der schmale Streifen nach Arnberg uns schon erahnen ließ, was uns heute erwarten sollte, eine Landschaft aus unbefestigten Wegen, die richtig nach Abenteuer roch. Der Waldweg trug uns fast lautlos bis zur Scheiben und in Obervisnitz begann der Anstieg nach Anitzbeg. Gleich ging es extrem steil hinauf, der Weg wurde im Wald etwas flacher, doch immer noch übersät mit Steinen und Holzstücken. Den ersten Kracher glaubte ich überwunden zu haben, doch da täuschte ich mich, es war nur die erste kleine Prüfung. Unsere Reise führte uns weiter durch Oberaich. Nun auf den wunderschönen Wegen nach Schienersdorf und Au wurden wir vom Zirpen der Grillen begleitet während Karl vergnügt den Weg dahin zog. Er war dieses Jahr bei den meisten unserer Ausfahrten dabei und so kannte er die Strecke ganz genau.

Gipfelkreuz 711m
Gipfelkreuz 711m
Wir nahmen den Hagerweg nach Neumarkt, ließen unsere Räder Richtung Pernau gleiten und neben uns schauten wunderschöne schwarze Araberhengste neugierig dem Treiben zu. Wieder schwirren wir auf Feldwegen weiter nach Kronast und anschließend Unterzeiss entgegen. Es geht am kleinen Zeissberg vorbei, wo auf den Wiesen herrlich duftendes Heu lag und wir fanden eine Wiese, übersät mit Abertausende Gänseblümchen, die wie ein weißes Tuch den Hang bedeckten. Schließlich erreichten wir den Kammermayrberg und ritten den steilen Wiesenweg hinauf. Noch ein kurzes Stück durch den Wald, dann führten uns die letzten Meter zum Gipfelkreuz zu Fuß. Auf einer kleinen Plattform stand eine Bank, daneben ein charmantes Kreuz. Der Duft von Kiefernnadeln lag in der klaren Luft und die Vögel begrüßten uns mit lauten Zwitschern. Während wir die herrliche Aussicht nach Freistadt genossen, trug Alfred unsere Anwesenheit im Gipfelbuch ein.
Alfred tänzelt den Hang hinunter
Alfred tänzelt den Hang hinunter

Wir setzten unsere Fahrt fort, über schmale Straßen zum Unterhirschgraben. Günther beweist trotz seiner schmalen Reifen enorme Sicherheit, wie er jeden noch so steinigen Hang hinunter kurvte, während Alfred pfeifend an uns vorbeizog. Dann folgten wir der kleinen Gusen, die hier noch recht schmächtig war, bis nach Hirschbach und weiter zum Kult-Wirt Pammer. Hier herrschte richtig Leben, ein Bus mit Gästen, rund 30 Radler im Gastgarten, ein Ort voller Gespräche und Gelächter. Köstlich Gestärkt verließen wir den einladenden Platz Richtung Waldburg.

Ausblick nach Freistadt
Ausblick nach Freistadt
Dunkle Wolken zogen auf, als wollten sie uns aufhalten, doch das Gewitter schien vor uns dahin zu ziehen. So erreichten wir den Bahnhof Freistadt und von dort ging es weiter auf traumhaften, unbefestigten Wegen zur Haltestelle Lasberg. Von nun an folgten wir der Feldaist. Ein Fluss der sich nicht hetzt, sondern genießt, wie wir, während wir über die schmalen Pfade dahin gleiten. Beim plötzlich auftauchenden steilen Anstieg trennte sich die Spreu vom Weizen. Fredi K und unser Guide meis­tert­en die fast unbezwingbare Steigung mit einer Leichtigkeit, die fast schon unfair wirkte, während der Rest der Truppe schieben durfte.
Unsere Reise führte uns weiter zur Kumpfmühle, dann entlang der Aist auf engen perfekten Wegen nach Pregarten. Die Straßen hier waren noch nass, aber die Sonne kehrte schon wieder zurück und ließ das Grau der Wolken verblassen. Ein letzter Anstieg zu Fredi und Silvia, die uns auf ein Abschlussgetränk einluden. Silvias Backkünste verwöhnten uns erneut, eine traumhafte Eierlikörtorte mit Kaffee, ein wahrer Genuss. Danke für die herzliche Einladung.

Unsere Wege trennten sich nun und ich bleibt mit dem Gefühl zurück, es war eine der schönsten Ausfahrten, zugleich herausfordernd und anstrengend. Wir erklommen einen richtig netten Gipfel, konnten dem Gewitter von der Ferne folgen. Es war schön, es war lustig, es war genau das, was gute Tage ausmacht.
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