Hedwigsbründl Bad Zell

🚴Truppe - Fredi K, Karl, Max, Dietmar, Alfred, Ernst, Manfred, Gerhard
Datum - 13.März 2026 ☀️ 18°C
🕙 Abfahrt - Freitag 10:00h
Länge - 68 km _Höhenmeter - 1470 Hm
Zeit - 6 Std
🍽️ 🍻 - Dorfwirt Rechberg
Konditionen - 🌑🌑🌑
Können - 🌑🌑🌑
Bei strahlendem Sonnenschein und einem wolkenlosen Himmel starteten wir zu unserer Radtour zum Hedwigsbründl nach Bad Zell. Die Luft um 10 Uhr war von einer besonderen Frische durchzogen und sie roch süß nach dem erwachenden Frühling. Während wir durch den Wald beim Stranzberg fuhren, umhüllte uns der Duft von Erde und feuchten Blättern.

Auf dem Weg nach Mistelberg passierten wir alte, knorrige Bäume, deren Äste sich schützend über uns neigten. Wir erreichen nun einen Waldweg, gesäumt von zarten Grün, der uns weiter führte zu den versteckten Pfaden bei Zudersdorf, wo die Natur in ihrer unberührten Schönheit erstrahlte. Die Felder waren von einem immer lebendiger werdenden Grün und die Bauern, die emsig mit ihren Arbeiten beschäftigt waren, trugen zur malerischen Kulisse bei. Das Bild von Holz, das gehackt wurde und der Gülle, die auf die Wiesen gebracht wurde, spiegelte das Leben und die Tradition unserer Region wider und trotz des regen Treibens war eine friedliche Stille zu spüren.

Als wir schon nahe bei Zell radelten, verwandelte sich die Umgebung in eine sanfte Hügellandschaft. Die Heilquelle, die wir besuchen wollten, war ein verstecktes Juwel, umgeben von Sträuchern und schattenspendenden Bäumen. Der Brunnen mit seinem klaren, sprudelnden Wasser war nicht nur ein Ort der Erfrischung, sondern auch ein Symbol für das Leben, das hier in der 2900 Einwohner zählenden Gemeinde pulsiert. Dietmar konnte der Versuchung nicht widerstehen und füllte seine Trinkflasche mit dem kühlen, gesunden Nass, während wir uns auf den Weg durch den malerischen Kurpark begaben, der sich entlang des Kettenbaches erstreckte.

Unser Weg führte uns hinaus aus dem Ort und beim Wagenlehnergut hielten wir kurz inne. Hier, in dieser ruhigen Umgebung, wurde eine Bäuerin einst der Hexerei bezichtigt und mit ihren sieben Kindern hingerichtet und verbrannt. Die Geschichte schien die sanfte Brise und die umgebende Schönheit der Landschaft nur noch eindrucksvoller zu machen.
Als wir zum Zellhof aufstiegen, spürten Fredi K. und Ernst eine besondere Energie in ihren Beinen und traten kräftig in die Pedale, während sie die Anhöhe hinaufflogen. Wir erreichten den Fuß des Puchbergs, um von dort einen steilen Weg hinauf zu radeln, umgeben von majestätischen Bäumen und dem Duft des frischen Waldes. Karl sprühte vor Energie und zog seine Spur den Berg hinauf, während Manfred, voller Freude über seinen neuen starken Motor, oft in der Spitze zu sehen war.

Vorbei am abgelassenen Rechberger Badesees kehrten wir beim Dorfwirt ein. Das Essen war köstlich und die wohltuende Pause gab uns neue Kraft. Als wir nach der Rast den Panoramaweg hinaufradelten wurden wir mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Die sanften Hügel und die weitläufigen Felder, die sich wie ein grünes Meer bis zum Horizont erstreckten, waren einfach spektakulär. Max, der Abfahrtsliebhaber, preschte die kurvenreiche Strecke hinunter und genoss jede Minute. Unsere Strecke führt uns nach Wansch, weiter nach Kemet und nun bogen wir ab in ein Waldgebiet, wo sich das hübsche Modlerbacherl durch die ruhige Landschaft schlängelte. Das sanfte Plätschern des Wassers und das Vogelkonzert schufen eine harmonische Symphonie, die uns begleitete. Auf dem Weg nach Dörfl bei Pergkirchen blühten die ersten Frühlingsblumen in den Gärten und auf den Wiesen, ein Zeichen für das Erwachen der Natur.
Der Aufstieg zum Karlingberg war dann ein wahrer Genuss in einer mir unbekannten Gegend. Angekommen am Lanzenberg zeigten Alfred, Fredi K und Ernst ihre beeindruckende Antrittstärke und führten uns den Anstieg hinauf. Schließlich erreichten wir Schwertberg, radelten weiter nach Poneggen und weiter zum Ernst, wo Martina uns bereits erwartete. Es war ein gemütliches Beisammensein bei Kaffee und erfrischendem Wasser, das den perfekten Abschluss unserer Tour bildete. Danke an Ernst und Martina für die spontane Einladung!
Es war ein Tag voller Freude, herrlichem Wetter und wunderschöner Wege durch die atemberaubende Landschaft. Eine Truppe von Freunden, die sichtlich Spaß am Radfahren hatten, machte diesen Tag unvergesslich.
Laien Theater Bad Zell - Wagenlehner Bäuerin

„Der Herrgott hat si ned segn lassn“
1730 fand in Zell einer der letzten und größten Hexenprozesse Oberösterreichs statt, in dessen Verlauf eine ganze Familie ausgerottet und hingerichtet wurde. Magdalena Grillenberger, Bäuerin am Wagenlehnergut in Aich, kannte sich mit Heilkräutern und Hausmitteln aus und war mit ihren Milchkühen wirtschaftlich erfolgreich. Das wurde ihr zum Verhängnis, da sie deswegen verdächtigt wurde, eine Hexe zu sein. Sie wurde mitsamt ihren 7 Kindern und 2 Verwandten verhaftet. Unter der Folter wurde sie zu einem Geständnis erpresst. Bei der Hinrichtung wurde der Frau, 64 Jahre alt, auf dem Weg zur Richtstätte zweimal mit glühenden Zangen in die Brust gezwickt und die rechte Hand abgehauen, dann wurde sie erdrosselt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Die Familienmitglieder wurden enthauptet und ebenfalls verbrannt.
