GuadDrauf Ruttenstein

🚴Truppe - Silvia, Fredi, Ingrid und Gerhard
Datum - 31.August 2025 ☀️ 25°C
🕙 Abfahrt - Sonntag 10:00h
Länge - 75 km _Höhenmeter - 1480 Hm
Zeit - 6 Std
Konditionen - 🌑🌑🌑
Können - 🌑🌑🌑
Bei wunderschönem Wetter, mit viel Sonnenschein und blauem Himmel, brachen wir zu viert zur Ruine Ruttenstein auf. Die Luft war klar und die Morgensonne strahlte vom Himmel. Über den Stranzberg rollten wir gemütlich dahin, unsere Füße spürten das gleichmäßige Takten der Pedale, ein beruhigendes Klacken mit jedem Druck nach unten.
Auf der Straße nach Kriechbaum begegneten uns am Sonntagvormittag außer Radler-Kollegen niemand, nur das entfernte Zwitschern der Vögel und das leise Rascheln der Gräser begleiteten unseren ersten Abschnitt. Es ging nun eine Zeit lang am Kettenbach entlang und nach Baumgarten radelten wir den Hennberg hinauf. Der Kettenbach plätscherte ruhig neben uns, sein Wasser glitzerte im Sonnenlicht, während es über Kieselsteine sprang und leise in Sandbänke murmelte. Hier heroben am Berg lagen Kühe gemütlich auf ihren Weiden und schauten uns neugierig nach, ein Nebeneinander aus Fell, Grasduft und die leisen Bewegung unserer Beine wirkte irgendwie beruhigend. Wie weiche, tiefgrüne Teppiche lagen die Wiesen vor uns, mal war es eine zauberhafte Bergwiese, die im Sonnenlicht schimmerte, mal ein atemberaubendes Panorama, das steil ins Tal hineinreichte. Von Zeit zu Zeit zog der Duft von frischem Harz an uns vorbei und wir spürten die Frische in der Lunge.

Jetzt folgten wir einer schönen Strecke durch den Kurpark in Bad Zell, vorbei am Badeteich, wo heute trotz Badewetter niemand zu sehen war. An- und zu roch es schon nach fertigen Speisen aus den Küchen des lieblichen Ortes, der Duft von Gebratenem, frisch aufgebrühtem Kaffee erfüllte die Luft.

Wir radelten hinaus zum Ellerberg, durch kleine Wälder, wo Rehe von moosbewachsenen Steinen auf uns herunter schauten. Der Duft von feuchtem Laub, Pilzen und Harz lag in der Luft und das Licht drängte sich durch das Blätterdach und malte kleine Lichtpunkte auf die Straße. Nach einer steilen Abfahrt erreichten wir das Tal der kleinen Naarn, das wir nun flussaufwärts befuhren. Das glasklare Wasser sprudelte vergnügt über die Steine hinweg, während wir dem Waldweg folgten, der sich dem dahinschlängelnden Fluss anpasste. Das beruhigendes Geräusch des Wassers, das über den Kies rutschte, mischte sich mit dem Klang unserer Reifen.

Ein paar kleinere Häuser schmiegten sich an den nach oben führenden Weg und auf der Wiese hing ein Duft von frisch gemähtem Gras in der Luft, wahrscheinlich der Mittagstisch für die Kühe. Wir verließen das wunderschöne Flusstal und quälten uns nun hinauf zur Ruine. Es ging vorbei an großen Eichen und an Schnittholz, dessen holzigen Duft ich besonders mag. Noch ein kurzes Stück durch den Wald, bevor sich der tolle Blick auf die majestätische Ruine öffnet. Auf die Minute pünktlich trafen wir zur Reservierung ein. Wir haben wunderbar gegessen und setzten unsere Reise nun hinunter zum Höfnerberg fort.

Auf einer uns bekannten Wegstrecke fuhren wir nun weiter. Auf einer Seite führte die Steigung hinauf nach St. Thomas, am gegenüberliegenden Hang hinauf nach Rechberg. Wir nahmen den Weg hinunter ins Käfermühlental. Begleitet vom Bach, der munter von Stein zu Stein floss und im Becken zwischen Sandbänken hindurch tanzte, hörten wir das leise Rauschen des Wassers, das sich mit dem Rascheln der Blätter mischte. Der dunkle Wald wurde ab und zu von hohen, mächtigen Felswänden unterbrochen, deren Moos sich wie samtige Decken anfühlte und so schlängelte wir uns entlang des Bach hinunter bis Thomasreith, bevor es steil nach oben nach Sulzbach ging. Nochmals zog es uns hinauf nach Innerstein, wo sich das atemberaubende Panorama öffnete. Die Alpen schienen greifbar, als könnten wir mit der Hand über die Gipfel streichen. Vom Ötscher über den Dachstein bis zum Traunstein stülpte sich das Blau des Himmels darüber, eine atemberaubende Aussicht.

Eine wunderbare Stille begleitete uns entlang der traumhaften Baumallee zur Burg Clam. Die Burg stand da, mächtig, erhaben, stolz thront sie über den kleinen Ort Klam. Unser Weg führt uns weiter hinunter nach Saxen, wir rollten durch den Ort und die Stille dort wirkte wie eine Pause, fast gespenstisch ruhig, wir hörten nur das gelegentliche Klicken der Gangschaltung und das leise Knarren des Sattels.
Noch ein Besuch in der Garten Oase "Paradieserl". Das moosbewachsene Dach des lieblichen Häuschens wirkte wie im Märchen, während ein leichter Duft von Gras, Blumen und feuchter Erde in die Nase stieg. Um das Haus tanzten kleine Kunstgegenstände und ein kleiner Teich glitzerte im Licht, daneben ein rostiges Bett, von Wiesenblumen überwachsen. Es ist ein so wunderschöner Garten, der uns in seinen Bann zog, das sanfte Summen von Insekten und das ferne Krähen eines Vogels, das die Szene vervollständigte

Jetzt war es Zeit zum Zug. Die Bahn brachte uns nach Schwertberg und nach der kurzweiligen Fahrt rollten wir über Doppel und Hartl nach Hause, wo Ingrid und Gerhard noch zu einem Kaffee einluden. So endete eine wunderbare kleine Radreise mit vielen Momenten, die noch lange nachklingen, das hügelige Panorama rund um die Ruine Ruttenstein, die majestätischen Bergwiesen, Fredi, der vom Käfermühletal begeistert war, Silvia, die sich nicht sattsehen konnte am grandiosen Ausblick, und Ingrid, die vom moosbewachsenen Häuschen hellauf begeistert war. Die Tour war für jeden ein Erlebnis, getragen von bestem Wetter, freundlichen Gesichtern und dem sanften Echo der Räder auf dem Asphalt.
