Ruine Reichenau

🚴Truppe - Hanni, Heidi, Silvia und Fredi, Rosi und Wolf, Ingrid und Gerhard und unseren heutigen Gäste Michaela und Gerlinde 
Datum - 30.Mai 2026 ☀️ 24°C
🕙Abfahrt - Samstag 9:15h
Länge - 59 km _Höhenmeter - 1190 Hm Zeit - 5 Std🍽️ 🍻 - Seyrlberg    Konditionen - 🌑🌑
Können         - 🌑🌑🌑
Wir brechen heute auf zur Ruine Reichenau. Leichter Wind schmiegt sich sanft an den Radweg, der uns etwas nach neun Uhr in Richtung Gaisbach trägt. Dort begrüßen wir Michaela und wenig später Gerlinde, sie sind heute Gäste unserer GenussRadler Runde und Lukie lässt sich trotz seiner schweren Magen Operation nicht vom Hallo sagen abhalten, gute Besserung, lieber Lukie.
Trockensteinmauer
Trockensteinmauer
Wir durchqueren den Park von Schloss Haus, wo die Hirsche uns neugierig blinzelnd mustern, als wollten sie sicherstellen, dass wir uns gut benehmen in ihrem Revier. Bei der Abfahrt nach Arnberg lässt es Heidi richtig Tuschen und fliegt förmlich Unterweitersdorf entgegen. Auf dem "Alte Bahn" Weg ist die Luft mit dem Duft von frischem Morgentau durchzogen und wir kommen nun zum Pferdeisenbahn Weg. Der Boden zeigt sich hier rau und ehrlich, der neu aufgebrachte Schotter war fürchterlich zu befahren.
Auf der kaum frequentierten Straße führt uns der Weg vorbei an der Whisky Brennerei Affenzeller. Zwischen den Häusern in Pröselsdorf wird eine Hecken geschnitten, während die Welt um uns herum in eine wohltuende Ruhe getaucht ist. Doch der Wind zieht stärker auf, als wolle er uns ein Stück am Aschlberg hinaufschieben. Wir radeln vorbei an prächtigen Vierkanterhöfen im Steinbloss Stil und begegnen einem Naturjuwel, die Hardersdorfer Trockenmauer. Dieses Mauerwerk ist lebendig und beherbergt eine stille Welt voller Tiere und Pflanzen, die sich dort heimisch gemacht haben.
Bei herrlichem Sonnenschein befahren wir urige Wege nach Wintersdorf, hinaus zu Pfaden, die uns weiter zum Blassberg führen. Entlang des Weges spielen uns hunderte Grillen ein Konzert, das die Blumenwiese mit einem feinen, rhythmischen Zirpen erfüllt, während der Vogelgesang im wunderbaren Wald über uns hinwegflutet. Dann gleiten wir hinunter zum Seyrlberg-Landgasthaus, wo wir nicht nur fantastisch essen, sondern auch den Himmel beobachten, auf dem dunkle Wolken aufziehen. Unser Weg führt uns aber weiter zur Ruine in Reichenau, hoch über dem Ort gelegen, wo fleißige Hände das Burgfest vorbereiten. Wir treten ein in das Innere der Festung und lauschen dem Echo vergangener Zeiten. Nach ein paar Erinnerungsfotos brechen wir wieder auf. An einem kleinen Wartehäuschen bei Haibach machen wir Rast, warten ab und das Unwetter zieht vorbei, dicke Wolken ziehen weiter, während sich der Himmel bei uns aufhellte. Unserer Strecke führt uns am Stern Gartl Aussichtspunkt vorbei und den nun folgenden Anstieg nach Renning meisterten Hanni und Silvia mühelos. Ingrid sorgt dafür, dass niemand verloren geht, während die Landschaft vor uns in ein sanftes Grün eintaucht.
Wir gleiten an einer idyllischen Schule in Kaindorf vorbei und richten den Blick weiter ins Steinbachtal. Heidi, Michaela und Gerlinde bilden die Spitze unserer Gruppe, doch wir alle teilen denselben Blick auf das, was um uns herum wächst, blüht und uns zum Staunen bringt. 
Nach einem kurzen Abschnitt auf der Gallneukirchner Straße biegen wir scharf in den Wald, hinauf zum steilen Weg nach Grasbach. Der Duft von Rinden, Moos und frischem Blattwerk begleitet uns und am Weg nach Reitern eröffnet sich eine weite Aussicht, die uns mit der Erkenntnis belohnt, dass jeder noch so anstrengende Aufstieg auch eine schöne Stille in sich trägt.
Unser Wolf kämpft noch mit der Akku-Kapazität, doch Ingrid zieht souverän an der Spitze vorbei. Rosi hingegen freut sich sichtlich darüber, dem Gewitter so unbeschadet entkommen zu sein und während wir dem bekannten Wegerl entlang der Eisenbahn nach Frensdorf folgen freuen wir uns auf die Einladung zum Abschluss Kaffee von Silvia und Fredi. Silvia zauberte eine traumhafte Erdbeertorte, eine süße Krönung ihrer Backkunst, dazu Mohn und Nuss Krönchen, einfach wunderbar und ein herzliches Danke euch Beiden. So endet ein wunderbarer Ausflug der Guaddrauf-Radl Runde in einem Moment stiller Zufriedenheit, schönes Wetter, eine Rast in einem einladenden Gasthaus, die Ruine als stiller Zeuge und der Blick ins hügelige Mühlviertel, der uns mit einem Lächeln zurücklässt. Es war gspassig und wunderbar und ich hoffe, es hat euch allen gefallen.
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