Flügelaltar Kefermarkt

🚴Truppe - Alfred, Fredi K, Franz, Sepp, Karl, Gerhard
Datum - 02.Juli 2026 ☀️ 25°C
🕙 Abfahrt - Donnerstag 8:45h
Länge - 56 km _Höhenmeter - 1140 Hm
Zeit - 4,5 Std
🍽️ 🍻 - Schlossbrauerei Weinberg
Konditionen - 🌑🌑🌑
Können - 🌑🌑🌑
Heute brechen wir kurz vor neun Uhr auf zu einer Radtour nach Kefermarkt, um dort den weltberühmten Flügelaltar zu bestaunen. Sechs Genussradler starten bei wunderbarem Radlwetter mit Sonnenschein, begleitet von sanften Wolkenpolstern. Über Gaisbach gleiten wir dann auf dem Radweg nach Steinpichl und erreichen den Park von Schloss Haus, wo ein weißer Hirsch gemütlich auf einer kleinen Anhöhe ruht und beäugt wiederkauend unser Treiben, es ist ein geduldiges Wiederkauen, als wollte er uns sagen, dass Geduld oft der beste Begleiter jeder großen Reise ist.

Auf geht’s zum Kalvarienberg, wo sich bei herrlichem Ausblick das Panorama öffnet und wir mit unseren Rädern hinab nach Pregarten rollen, gefolgt vom Stöcklgraben, der uns ins Tal der Visnitz trägt. Die Waldluft ist hier sehr erfrischend und der kleine Bach schmiegt sich an moosbewachsene Steine, plätschert leise dahin und verschmilzt mit dem Rascheln der Blätter, fast wie eine sanfte Melodie die uns den weiteren Weg begleitet.

Nun wartet die erste Herausforderung, der Anstieg nach Anitzberg ruft. Mächtige Wurzeln und kantige Steine stellen sich uns entgegen. Wir klettern über schmale Pfade entlang des Abhanges hinein ins Dorf. Sepp, Alfred und Fredi finden gekonnt ihre Spur zwischen Steinen und Wurzeln und ziehen unwiderstehlich die Höhe hinauf.
Weiter geht’s durch das ruhige Dorf hinaus auf wunderbaren Wald- und Wiesenwegen Richtung Schienersdorf. Ein traumhafter Duft von frischem Holz und Tannennadeln breitet sich aus. Schnell erreichen wir Au und schwingen uns durch den lieblichen Ort auf einsamen Wegen durch das Sonnen durchflutete Geäst hinaus zur Straße. Hinunter auf schmalen Wegerl nach Wittinghof zeigt uns Karl, wie professionelle Downhiller zu Werke gehen.

Wir biegen ein zum Natur- und Kulturhof Pienkenhof. Ein Spaziergang durch den lieblichen Garten, jede Pflanze und Kräuter mit Karten gekennzeichnet und ein netter Wasserfall plätschert vor sich hin. Wir verlassen diesen verträumten Platz mit dem beeindruckenden Ausblick aufs Schloss Weinberg. Nun geht’s ein Stück hurtig hinunter nach Kefermarkt und durch enge Gassen hinauf zu der Kirche.
Es ist warm in den mächtigen Gemäuern der Kirche und nun tritt der Flügelaltar hervor fast wie eine himmlische Pforte. Eine wahrhaft meisterhafte filigrane Schnitzkunst, wunderbare Figuren an beiden Seiten der Flügel und auch das Haupt des Altars zeichnet sich durch herrliche Motive aus. Selbst Kanzel und Seitenaltäre sind kunstvoll gestaltet und eine schmucke Orgel ziert das gegenüberliegende der Altäre. Wir verlassen den beeindruckenden Ort und kehren im Brauhaus vom Schloss Weinberg ein.

Hier konnten wir herrlich speisen und gestärkt nach der Pause klettern wir auf Pfaden des Pendelwegs hinauf nach Harterleiten. Dunkle Wolken ziehen jetzt auf, doch die Sonnenstrahlen sind uns weiter treu auf dem Wiesenweg hinauf zum Hundsberg.
Ein kurzer Abschnitt noch durch den Wald, hier begleitet uns Vogelgesang, als würden uns die singenden Begleiter den Weg zurück auf die Straße weisen.
Nun erwartet uns eine großartige Abfahrt mit traumhaftem Blick ins Alpenvorland. Der laue Wind streicht durch unsere Helme und Franz glänzt bei der rasanten Abfahrt, wie ein Pfeil schießt er an uns vorbei, bevor wir Kurs hinunter zur Aist nehmen. Auf Schotterwegen geht’s nun hinauf nach Hagenberg und auf urigen Wegerl gleiten wir das Aisttal entlang. Einige Wanderer ziehen ebenfalls durch das wunderschöne Tal.

Wir gelangen wieder auf den Radweg nach Pregarten, gleiten durch den Ort und steigen noch ein letztes Mal hinauf zur Silvia und Fredi. Atemberaubend, wie Alfred, Sepp und Fredi den Berg hinaufziehen. Silvia erwartet uns bereits mit einem warmen Heidelbeer-Strudel, dazu Vanilleeis, eine wahre Gaumenexplosion. Noch nie habe ich einen Heidelbeer-Strudel gegessen, der so wunderbar schmeckte. Danke, Silvia, du bist eine Konditormeisterin, deren Zauberhand Geschmack und Freude miteinander verknüpft. Dazu gab's Kaffee und erfrischende Getränke, Fredi und Silvia, danke für die wunderbare Einladung.

Bei heiteren Gesprächen endet unsere kleine Kultur-Radreise. Tolles Wetter, schöne Wege in unserem wunderbaren Mühlviertel, dazu erfrischende Luft und der Blick über Wiesen und Felder.
Eines möchte ich noch sagen, es ist immer super, mit euch zu radeln und ich möchte keinen von euch missen. Die lustigen Geschichten von Karl, die erfrischenden Sprüche von Alfred, Sepps wunderbare Zwischenbemerkungen, Fredis humorvolle Aussagen und Franzis verschmitztes Grinsen – danke, dass ihr dabei wart.
