Ennstausee und Palmen Café La Gioia

Am Ennstausee
🚴Truppe - Hanni, Ingrid und Gerhard
Datum - 2.Mai 2026 ☀️ 23°C
🕙Abfahrt - Samstag 10:30h
Länge - 68 km _Höhenmeter - 670 Hm Zeit - 6 Std🍽️ 🍻 - Thalinger Hof Konditionen - 🌑🌑🌑
Können - 🌑🌑🌑
Bei blauem Himmel, herrlichem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen brachen Hanni, Ingrid und ich zu einer Radtour auf, hinaus Richtung Ennsstausee. Der Weg über die schmalen Straßen von Wachsreith zeigte sich schon von seiner schönsten Seite. Vogelgesang begleitete uns und der Duft des blühenden Flieders umgarnt unsere Nasen wie ein zarter Hauch von Frühling. In Mauthausen empfingen uns die charmanten Gassen im Brunngraben und die Fähre über die Donau schien heute ganz uns Drei zu gehören, als hätte die Zeit einen Moment innegehalten.

Einkehr im Thalinger Hof
Hanni war die schöne Flussfahrt nach Pyburg fast zu schnell vorbei, doch das Radeln durch die Donauauen entschädigte sie mit jeder Umdrehung. Wir folgten dem Psalmen Weg und bogen ein in die lieblichen Gassen von Ennsdorf. Nicht weit entfernt ruhte ein Rudel Rehe in einer prächtigen Graslandschaft, als wollten sie uns heimlich zu ihrem Frühstück einladen.

Die Zwei im gelben Blütenmeer
Nach der Überfahrt über die Brücke radelten wir am Ennsufer entlang. Der Weg war friedlich und ruhig und nach Hiesendorf konnten wir hinabsehen auf das glitzernde Wasser der Enns. Gelb leuchten die Rapsfelder auf den weiten Feldern, während die Bauern emsig mit ihren Maschinen arbeiteten. Dann ging es hinunter nach Thaling zum Ennsstausee. Weit erstreckte sich das Blau des Wassers über den See, dessen Wellen zärtlich ans Ufer platschten. Wir standen fasziniert da, blickten hinunter zur Staumauer und kehrten anschließend beim Thalinger Hof in den Gastgarten ein. Dort zu sitzen war ein Traum und nach einer köstlichen Stärkung ging es weiter auf dem Güterweg Moos.

Beeindruckende Gärtnerei Sandner
Die Bergwelt zeigte sich heute klar und greifbar nah. Im Hintergrund bildeten die schneebedeckten Gipfel eine stille Festung. Die Hügel schienen sanft zu rollen, als seien sie einem Gemälde entsprungen. Wir radeln jetzt auf einsame Pfaden, der Untergrund wechselte gelegentlich auf gut befahrbare Schotterstraßen und bei Weiling war plötzlich das mächtige Stift St. Florian zu sehen, das wie ein Schatten aus Stein über den Hängen thront. Auf kleinen Wegen gleiteten wir durch den Ort und machten schließlich bei der Gärtnerei Sandner Halt. Eine riesige, pulsierende Welt von Pflanzen und Menschen, hier tobte das Treiben an diesem schönen Tag. Wir ergatterten einen Tisch im bezaubernden Café, unter Palmen und begleitet vom lieblichen Vogelgezwitscher machten wir Rast und genossen Karottenkuchen, der uns wie ein süßes Gedicht schmeckte.

Im Café La Gioia
Nun führte uns der Weg hinauf am Stift vorbei zum größten Bauernhof Österreichs. Auf einem rechteckigen Joch stand dieser herrliche Vierkanter – eine Vielfalt aus 365 Fenstern und 12 Toren, einem architektonischen Gedicht, das den Namen Jahrzeitenhof erhielt. Weiter ging unsere Reise zum Pichlingersee. Auf dem Gras rund um den See tummelte sich eine kaum übersehbare Menschentraube, die in Liegestühlen und Decken die Sonnenstrahlen genoss. Für uns war aber klar, es geht weiter nach Abwinden

Der Zehetnerhof ist der größte noch erhaltene Vierkanthof Österreichs. Er hat eine umbaute Fläche von 5800 m² (1 Joch), 12 Tor und 365 Fenster und wird daher auch Jahreszeitenhof genannt
Im nahen Auwald roch es nach Bärlauch, und das üppige Grün der Bäume tanzte im leichten Föhn. Ein paar Schwäne glitten elegant am Donauufer dahin, während zahlreiche Radler den Donauweg entlangzogen. Wir durchquerten St. Georgen und passierten Lungitz, wo ein Maibaum bei fröhlichem Beisammensein aufgestellt wurde. Unsere Reise durch Ruhstetten klang aus mit einem letzten Getränk bei Ingrid.
Es war erneut eine wunderbare Ausfahrt, bei traumhaftem Wetter und sagenhaften Ausblicken. Hanni war uns eine fantastische Begleiterin und auch der Spaß kam nicht zu kurz, sodass die 68 Kilometer fast mühelos schienen.

Letzter Stopp am Pichlingersee
