Einsiedlerhöhle in Mönchdorf

🚴Truppe - Ernst, Karl, Fredi, Sepp und Gerhard
Datum - 08. September 2026 ☀️ 29°C
🕙 Abfahrt - Dienstag 8:30h 
Länge - 70 km _Höhenmeter - 1544 Hm
Zeit - 5,5 Stunden
🍽️ 🍻 - Lumis Alm 
Konditionen - 🌑🌑🌑🌑
Können         - 🌑🌑🌑
Heute, vielleicht sogar an unserem letzten heißen Sommertag, zieht es uns zur kleinen Einsiedlerhöhle nach Mönchdorf. Also machen wir uns um 8:30 auf den Weg und radeln hinunter nach Hohensteg. Von dort geht es die ersten Kilometer leicht bergauf auf'n Stranzberg und weiter unter einem Himmel, der so blau und wolkenlos wirkt, als hätte ihn irgendwer extra für uns freigeputzt. Auf dem Weg nach Tragwein blinzelt die Sonne zwischen den Hügeln hindurch und Sepp und Ernst zeigen uns ihre Qualitäten am Berg. Mit einer Ruhe, aber mit Tempo nehmen sie den steilen Weg immer wieder so, als wäre er nur eine kleine Steigung und man kann nicht anders, als ihnen hinterher zu fahren.
Oben lassen wir es wieder rollen. Es geht hinunter zum Kettenbach und auf bekannten Wegen radeln wir am Hennberg entlang. Bei Zell Hof gleiten unsere Räder hinunter ins Tal und danach öffnet sich das kleine Naarntal, idyllisch, still und jedesmal fast zu schön, um wahr zu sein. Dort radeln wir den Fluss entlang und es ist diese Mischung aus Radeln und Ruhe, der Blick auf das Wasser und die leichte Brise am Uferweg, die mich immer wieder aufs neue verzaubert.
Schließlich geht es hinunter ins Tal der großen Naarn. Diese Straße bin ich schon einmal flussabwärts geradelt und wieder nimmt mich das Tal auf seine eigene Weise gefangen. Flussaufwärts erscheint alles noch imposanter, links türmen sich gewaltige Felsformationen auf, wie Wächter des Tals, rechts läuft die große Naarn fast ungeduldig durch ihr steiniges Becken. Oft liegen mannsgroße Findlinge im Wasser und je nachdem, wie das Wasser sich dreht, entstehen entweder kleinen Strudeln, oder das Wasser springt fröhlich über kleine Wasserfälle, auf jeden Fall fesselt es meine Augen.
Wir radeln weiter und dann plötzlich, wie aus dem Nichts taucht ganz oben am Bergkamm die Ruine Ruttenstein auf. Eindrucksvoll und mächtig, sie thront über allem, aber unsere Reise geht weiter und führt uns am Güterweg Mönchdorf entlang. Die Wiesen leuchten hier in einem wunderschönen Hellgrün und reichen tief ins Tal hinunter. Noch ein paar Pedaltritte, dann biegen wir ab zur Lumis Alm.
Dort steht sie, großartig, mit Holz gebaut, etwas oberhalb von Mönchdorf und die Alm ist beliebt, bei Pferdeliebhabern genauso wie bei Wanderern. Auch wir 5 GenussRadler kehren hier ein und weil es Dienstag ist, zaubert die Köchin Speisen „nach Lust und Laune“. So war es jedenfalls bei meiner telefonischen Anmeldung zu hören und ja, wir wurden überrascht. Herrliche Fleischknödel und Erdäpfelgrestl, dazu griff Karl zu Ćevapčići und alles schmeckte hervorragend.
Nach der Stärkung brechen wir wieder auf und es geht auf Feldwegerl hinein in den Ort, zu unserem Tourziel, der Einsiedlerhöhle. Und hier wird der Weg richtig steil, zuerst mächtig bergab und unten befindet sich die kleine Höhle versteckt zwischen imposanten Granitgiganten. Früher bot sie oft einer ganzen Familie Zuflucht, wenn Gefahren heranzogen.
Danach müssen wir wieder hinauf. Auf einem nicht so steilen Weg erreichen wir schließlich wieder die Straße und radeln vorbei am alten Schilift. Von dort hat man einen tollen Blick auf die Ruinen von Ruttenstein und Klingenberg. Und während wir weiterfahren, werden die Hügel immer höher, als wollten sie sich gegenseitig übertreffen. Vereinzelt stehen Höfe an den Hängen, einmal hoch am Berg, einmal tief im Tal und es herrscht eine sagenhafte Ruhe. Kein Geräusch, nur das leise, gleichmäßige Schnüren unserer Räder.
Die Wege führen uns auf und ab und in dieser wunderschönen Landschaft geht es hinauf nach Wansch. Und welch ein Kontrast, gerade noch lag unter uns ein almartiges Gelände und nun blickt man tief in die Marchland Ebene hinaus. Dann gleiten wir hinunter den Hiesenbach entlang und vereinzelte Wasserlatschen erinnern an den nächtlichen Regen.
Wir radeln nun hinauf nach Allerheiligen. Und ja, der Anstieg hat es wirklich in sich. Oben angekommen nehmen wir den Weg zur Steinreithmühle. Danach folgt eine wunderbare Abfahrt im kühlen Wald bis hinunter nach Kriechbaum. Dann passiert das, was man beim Fahren nie planen kann, Ferdi hat plötzlich Probleme mit seinem Rad. Also musste Silvia ein Abholshuttle organisieren. Für uns geht's auf schmalen Wegerl weiter zu den Krenn’s, die uns heute zum Abschluss einluden.
Silvia hat sich wieder einmal selbst übertroffen, eine selbstgemachte Torte im Schachmuster und was für ein Geschmackserlebnis, eine wahre Gaumenexplosion. Silvia und Fredi, Danke für die, wie immer, so herzliche Einladung.

Und so endete eine wunderschöne Radreise in einer atemberaubenden Landschaft. Die Strecke war herausfordernd, aber beinahe nach jeder Kurve wurden wir von herrlichen Eindrücken überrascht. Mit der Weiterempfehlung der Lumis Alm und dem „i-Pünktchen“: Silvias Torte, es war einfach wunderbar. 

Danke, dass ihr bei dieser tollen Ausfahrt dabei wart.
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