Almsee

Unsere Truppe
🚴Truppe - Max, Fredi K, Johann, Sepp, Ernst, Gerhard
Datum - 10.Juli 2026 ☀️ 30°C
🕙 Abfahrt - Freitag 6:00h
Länge - 135 km _Höhenmeter - 900 Hm
Zeit - 11 Stunden, 5,5 Stunden zum Almsee
🍽️ 🍻 - Fischalm bei Grünau
Konditionen - 🌑🌑🌑🌑🌑
Können - 🌑🌑🌑🌑
Fast noch Nacht, treffen wir uns um 6 Uhr morgens in Ruhstetten. Sechs Genussradler voller Tatendrang stehen bereit, denn eine echte Herausforderung wartet, wir wollen zum Almsee radeln. Max, der im Gebiet bei Scharnstein aufgewachsen ist, kennt die Strecke wie kein anderer und führt uns. Bei kühler Luft, Vogelgesang und stiller Vorfreude rollen wir hinab nach Lungitz und über Abwinden hinaus nach Asten. Der Himmel ist azurblau und die ersten Sonnenstrahlen streifen sanft durch das Blätterdach unterhalb von Schloss Ebelsberg.

Wunderschöne Ausblicke
Wir tauchen ein in den Traunradweg und folgen dem schmalen Pfad Richtung Ansfelden. Hier begegnen uns e-Scooter-Fahrer, am Weg eilig zur Arbeit und Mädchen, deren Parfüm-Wolken die Luft in eine Süße verwandeln. Nach einer kurzen Pause setzen wir unsere Fahrt am Kremstalradweg fort. Max kennt hier schon zauberhafte Abkürzungen, teils auf Schotterstraßerl und bei Neuhofen gleiten wir auf wunderbaren Pfaden durchs Dickicht. Unser Guide findet immer wieder traumhafte Wegerl entlang der Krems, als ob ihn die Landschaft zu einem Tanz über Wurzeln und Steine locken würde. Von weitem strahlt der Mathematik-Turm von Kremsmünster – wahrscheinlich das erste Hochhaus Europas – und Max führt uns unterhalb des imposanten Stiftes in ein Café, während uns Johann mit der Bezahlung unseres Frühstücks anlässlich seines Geburtstages überrascht. Johann, herzlichen Dank.

der Weg führt uns auch über Wurzeln und Geröll
Nach dem wunderbaren Frühstück setzen wir unsere Fahrt nach Wartberg an der Krems fort und verlassen den Radweg, um hinüber nach Pettenbach zu gelangen. Wieder zaubert Max atemberaubende Wald- und Wiesnwege hervor, bevor es ein Stück auf der Straße hinein nach Pettenbach geht. Schon leuchtet das Grün des lieblichen Almflusses zwischen den Bäumen hervor und wir gleiten auf wahren Genußwegen entlang der Alm dahin. Die Landschaft wirkt wie gemalt, Lichtstreifen tanzen durch das Blätterdach, kleine Brücken spannen sich über den sanft fließenden Fluss und das Wasser glitzert in spiegelglatten Pfützen.

Kleiner Almwasserfalll
Bei einem kleinen Wasserfall machen wir Stopp und genießen den Anblick. Ein paar Forellen tummeln sich im glasklaren, smaragdgrünen Wasser und das leise Plätschern des Flusses begleitet uns wie eine sanfte Melodie. Wir gelangen nach Viechtwang und durchqueren nur wenige Kilometer später den lieblichen Ort Scharnstein. Hier entfaltet sich Max’s Insiderwissen. Abseits des Verkehrs führt uns unser Guide auf urigen Wegen und noch urigeren Pfaden, immer wenige Meter neben dem wunderschönen Almfluss, hinein ins Tal. Mächtig und imposant ragen die Berge neben uns empor. Es geht vorbei am Kasberg und Zuckerhut, auf Wiesenwegen und schmalen Straßen hinein nach Grünau, wo das Wasser der Alm in der Morgensonne zu schimmern scheint.

Schöner Wiesenweg
Nun gönnen wir uns eine Rast bei der Fisch-Alm. Ein Steckerlfisch, köstlich, dazu ein kühles Getränk und neben uns fließt die Alm in ihrem leisen Gurgeln über Moos und Stein. Das Aroma des Flusses mischt sich mit dem Rauch des Grills und doch roch die Luft nach frischer Natur. Bis zum See liegen noch einige Kilometer vor uns und so fährt Max wieder vor. Über enge Waldwege, ein ständiges Auf und Ab, mal mitten im Wald, mal neben der Asphaltstraße und schließlich öffnet sich der Blick durch die Bäume zum Almsee. Das Farbenspiel der Grüntöne ist sagenhaft, helles Moosgrün wechselt ins dunkle Moorgrün, die Farben spiegeln sich im glatten Wasser und scheinen sich mit dem Himmel zu vereinen. Kleine Wellen tanzen an der Oberfläche, Graugänse gleiten über dem See und der Wind trägt ein leises Flüstern über das Ufergras.

erster Blick zum See
Wir durchstreifen das Augebiet zu einem kleinen Strand und strecken unsere Beine ins kühle Nass. Johann wirft sich mutig ins Wasser und zieht im LP Adams Kostüm seine Runden, während die Berge ringförmig rund um den See stehen um als gigantische Kulisse das Geschehen zu beobachten.

am Weg zum See
Umgeben von eindrucksvollen Felsen und steil emporragenden Gipfeln liegt der Almsee in einer wunderbaren Ruhe, die nur vom sanften Rauschen der Wellen ans Ufer unterbrochen wird. Ein wahres Naturparadies, das sich wie ein Juwel vor unseren Augen entfaltet.

Abkühlen ist angesagt
Wir wenden dem See den Rücken zu und lassen die Räder nach Grünau rollen. Ein letzter Blick zu den Bergen, die hinter uns aufragen – Kasberg und weiter die 10er-, 11er- und 12er-Gipfel. Kleine schneeweiße Wolken hängen über ihnen und es ist richtig warm geworden.

traumhafter Almsee
Eine Diesellok mit Sitzplätzen – kein zweiter Wagon – bringt uns nun vom Bahnhof Grünau nach Wels, die Räder sicher verstaut, kein Platz zum Umfallen. Eine tolle, abenteuerliche Fahrt und von dort geht es weiter nach Linz und nach Gaisbach, wo wir am Bahnhof aussteigen. Johann und Michaela laden uns noch zu einem Abschlussgetränk ein und der Tisch bog sich vor Köstlichkeiten. Michaela zaubert Rindfleisch- und Thunfischsalate, ein Genuss und zum krönenden Abschluss gibt es Kuchen mit Kaffee. Danke, Michaela und Johann, für eure wunderbare Gastfreundschaft.

am See
Nach 13 Stunden endet unsere traumhafte Reise zum Almsee – 900 Höhenmeter und 135 Kilometer waren es für Ernst. Es war eine sagenhafte Tour, wunderbares Wetter, herrliche Wege und ein Almsee, der uns mit seinem stillen Zauber in den Bann zieht. Es war lustig und anstrengend, Wege teils herausfordernd, doch immer wunderschön entlang der Flüsse. Eine Bahnfahrt wie früher, ein herzlicher Abschluss und die Erinnerung an diesen Tag, der uns noch lange begleiten wird. Danke für diesen wunderschönen Tag.

Abschluss bei Michaela und Johann
