10 Täler Classic - Tour 3
8. Kleine Naarn Tal
9. Große Naarn Tal
10. Käfermühlental

🚴Truppe - Sepp, Alfred, Fredi K, Max, Johann, Ernst, Karl, Dietmar und Gerhard
Datum - 22. August 2026 ☀️ 21°C
🕙 Abfahrt - Samstag 8:00h
Länge - 80 km _Höhenmeter - 1677 Hm
Zeit - 6 Stunden
🍽️ 🍻 - Populorum Pierbach
Konditionen - 🌑🌑🌑🌑
Können - 🌑🌑🌑🌑
Heute war es so weit, die dritte und letzte Tour unserer 10 Täler Classic wartet, 10 Täler innerhalb 4 Tage. Ihr wusstet längst, dass ich mich nicht mit ein paar gemütlichen Kilometern zufriedengeben würde und doch war es jedes Mal wieder besonders, wenn wir uns treffen, Helm aufsetzen und ein "pack mas“ in die Runde, dann gehört genau dieses - Heute wird’s sicher wieder lustig und schön - zu den Dingen, auf die man sich freut.
Neun GenussRadler stellten sich heute der Herausforderung, die uns erwartete, 80 Kilometer und 1677 Höhenmeter sind ein Gruß an die Waden und eine kleine Prüfung für den Ehrgeiz. Um 8 Uhr starteten wir wie schon so oft an der Lehermayr-Thal Kreuzung. Der Himmel war bewölkt, die Luft mit 14 Grad noch ziemlich frisch und kaum war das erste Gespräch gewechselt, da lief auch schon wieder der Schmäh. Und damit war sofort klar, auch der heutige Tag würde wieder ein Erlebnis werden und so rollten wir los.

Zuerst führte uns der Weg die schmale Asphaltstraße hinauf auf den Stranzberg. Von dort ging es Richtung Mistelberg weiter stetig bergauf. Nun fanden wir unseren Rhythmus und lenkten schließlich in ein nettes Waldwegerl zum Katzenberg ein. Nach einem kurzen Abschnitt auf dem Güterweg Reihofer bogen wir auf einen Feldweg Richtung Erdleiten ein. Und als wir an einem Maisfeld vorbeikamen, mit großen, sattgrünen Pflanzen, als wären sie gerade erst der Sonne entgegen gewachsen, da staunten wir nicht schlecht und fragten uns, ob es dort vielleicht die hitzebeständigere Sorte gibt als bei uns.
Dann folgte wieder der Wechsel aus Sonne und Schatten und hinein ging's in den Waldweg, ein kurzes Stück, bis wir schließlich auf den Güterweg Auer gelangten. Über Bad Zell hing eine dunkle, sehr dunkle Wolkendecke. Wir beobachteten den Himmel ganz genau und vor allem die Richtung, die der Wind den Wolken vorgab. Die wichtigste Frage war nur, queren sie unseren Weg und werden wir vielleicht nass?

Die Antwort war "nein", es ging alles gut. Aber jetzt ließen wir die Räder am Güterweg Weberberg wieder hinunterrollen. Von dort ging es erneut hinauf, diesmal in einen Feldweg Richtung Barndorf und dieser Abschnitt hatte es in sich. Ferdi K und Ernst preschten über Wurzeln und Steine hinweg, als sei diese Strecke extra für ihr Können gebaut. Für mich war dieser Streckenabschnitt aber neu und er verlangte nach Kräften. Plötzlich stand da dieser Wert am Display, 14 Prozent und damit war klar, es gibt kein dahin rollen.
Oben angekommen nahmen wir die Straße Richtung Wolfsgrub und weiter nach Fürling. Max und Sepp machten richtig Dampf und jagten mit Tempo ins Tal der kleinen Naarn. Von hinten schoss Johann die kurvenreiche Straße hinunter, so, als gäbe es kein Morgen. Dann radelten wir das Tal hinauf, der Regen der letzten Tage hatte den Bach wieder halbwegs gefüllt. Das Wasser sprudelte über die Steine, schimmerte und ein leichter Wind ließ am Rand immer wieder kleine Wellen entstehen. In dieser Mischung aus Bewegung und Natur, Wasser, Schatten und Luft, fühlte sich das Fahren plötzlich leicht an. So ging es dahin, erst gemächlich, dann wieder mit wachsender Vorfreude, denn natürlich wartet die nächste Steigung.

Der Weg wurde steiler, windete sich hinauf, wurde immer mehr zur Herausforderung und schließlich standen da Werte, die einen respektvoll verstummen ließen. 20 Prozent auf einem Feldweg mit leicht losem Untergrund. Das war nicht einfach nur steil, das war steil mit Charakter. Doch genau als meine Kräfte sich fragten, wie lange das noch so weitergeht, tauchten heroben in Hinterhütten großartige Bauernhöfe auf.
Und während wir noch mit dem Rhythmus kämpften, hatte Dietmar eindeutig Zugang zu einem Zaubertrank. Er zog diese Steigungen heute oft von vorne an und trotz Eco schien er sich kaum anzustrengen. Weiter ging es, ein ehemaliger Alpaka-Züchter begrüßte uns vor seinem tollen Hof und bot uns sogar seine fotografischen Künste an, als würde uns diese Tour auch mit Begegnungen und Geschichten belohnen.

Schließlich radelten wir durch den Wald und nahmen die Abfahrt entlang der großen Naarn hinunter nach Pierbach. Das Wolkendach blieb zwar wie eine Decke über uns, daher war die Sonne auch nicht so präsent und so kühlte uns der Fahrtwind ordentlich ab. Vielleicht fanden wir deshalb den Weg zur Mittagspause früher als geplant und im Gasthaus Populorum wurden wir herzlich empfangen. Ein köstliches Essen, reichlich und serviert mit der freundlichen Art, die einen nicht nur sättigt, sondern auch glücklich macht. Als wir bei der hübschen Bedienung unsere Rechnung beglichen hatten, ging es weiter auf den Kreuzberg hinauf. Versteckte Pfade führten uns am Bauernhof und Kapelle vorbei. Schließlich gelangten wir auf einen Waldweg zum Notfall-Brunnen und während wir uns dort umblickten, wurden die Sonnenstrahlen merklich kräftiger. Dann war es so weit, wir nahmen Kurs ins letzte Tal unserer Reise.

Im Käfermühlental konnten wir unsere Räder wieder hinunterlaufen lassen. Mächtige Granitwände säumten den Weg und der Bach sprang über die Steine, formte kleine Wasserfälle und wurde wieder ruhiger, um gleich darauf im nächsten abfallenden Bachbett erneut lebendig, sprudelnd und tanzend zu werden.

Richtung Münzbach ging es weiter und wieder erwartete uns eine sehr steile Passage. Bei der Abfahrt hinunter nach Forndorf machte sich dann der zunehmende Gegenwind bemerkbar. Er wurde zum natürlichen Bremser und besonders unser Leichtgewicht Karl musste schneidig gegen die Windböen kämpfen.

Als wir schließlich bei der Kuchlmühle ankamen, schenkte uns der Zufall einen besonders schönen Weg hinauf nach Judenleiten und am Lanzenberg radelten wir auf bekannten Straßen weiter Richtung Aisthofen. Über Schwertberg ging es hinauf nach Poneggen. Dort wartete der Abschluss.
Alfred und Traudi hatten uns zum Ende der Tour zu Getränken eingeladen. Alfred kurvte die Steigungen mit einem immensen Tempo hinauf. Nur Ernst konnte phasenweise mithalten. Und dann kam dieses Gefühl, das nach so einer Tour einfach dazugehört, ankommen, ausatmen und spüren, dass es super war.
In Wirtls Garten wurden wir mit kühlen Getränken empfangen, mit Kaffee und mit den berühmten Bauern Krapfen, warm serviert und mit der besten Marillenmarmelade, die es im Mühlviertel gibt.

Traudi und Alfred, ein herzliches Dankeschön für eure wunderbare Gastfreundschaft und dafür, dass es auch diesmal bei euch so gemütlich war.
Fazit - Diese drei Tage waren einfach großartig, eine traumhafte Stimmung, jede Menge wunderschöne Momente und genug gemeinsame Kilometer, um zu wissen, dass die 10 Täler Classic Trophäe wirklich verdient ist.

Danke, dass so viele dabei waren.
Und so endete unsere heutige, tolle Radtour, zwar mit etwas weniger Sonnenschein, aber mit allem, was zählt, es war wunderbar zum Radeln, hatten Spaß, wir wurden toll verpflegt und eine traumhafte Strecke.
Jetzt brechen wir nach Hause auf.
Die 10 Täler Classic Trophäe haben sich diese GenussRadler hart erradelt
Sepp
Alfred
Johann
Ferdi K
Ernst
Max
Karl
Gerhard
