10 Täler Classic - Tour 1
1. Mirellental
2. Steinbach Tal
3. Tal der kleinen Gusen

🚴Truppe - Sepp, Alfred, Fredi K, Max, Johann, Ernst und Gerhard
Datum - 19. August 2026 ☀️ 26°C
🕙 Abfahrt - Mittwoch 11:00h
Länge - 73 km _Höhenmeter - 1398 Hm
Zeit - 5 Stunden
🍽️ 🍻 - Jukebox
Konditionen - 🌑🌑🌑🌑
Können - 🌑🌑🌑🌑
Heute geht’s los mit der ersten Tour unserer 10-Täler Classic und ich glaube man merkt ziemlich deutlich, wie wichtig mir diese Runden sind. Nicht weniger als zweimal musste ich den Abfahrtstermin nach hinten schieben, als wäre der Tag noch nicht ganz bereit gewesen. Doch dann, endlich hat sich das Wetter gefangen. Erste Sonnenstrahlen schimmern zaghaft durch die graue Wolkendecke und begrüßen uns jetzt, bevor wir überhaupt losfahren.
Wir brechen auf Richtung Gaisbach, wo schließlich noch Johann zu uns stößt und damit sind wir komplett. Sieben GenussRadler, sieben wettererprobte Naturburschen, Männer, denen man die Lust aufs Radfahren nicht nehmen kann. Anfangs geht’s gemütlich, aber nie zaudernd dahin. Wir rollen entschlossen hinauf nach Wartberg und während der Anstieg die Luft spürbar klarer und wärmer macht, verschwinden bereits die ersten Jacken.

Über den Schreiner Weg gelangen wir durch den Ort, dann geht es in Arnberg auch schon wieder bergab Richtung Visnitz. Ob die Sonne wirklich lacht oder sich noch hinter den Wolken versteckt, ist plötzlich gar nicht mehr wichtig. Es ist schon wieder lustig und genau das macht unsere Truppe so besonders, diese Leichtigkeit, die sich durch fast nichts aus der Ruhe bringen lässt.

Weiter führt uns der Weg vorbei an der Weiglmühle und weiter hinaus nach Wögern. Dort nehmen wir die schmalen Wegerl unter die Räder. Ein Stück oberhalb des Gallneukirchner Zentrums umfahren wir den Ort, bevor wir den Einstieg ins Mirellental finden. Die Feld- und Waldwege sind zwar nass, aber zum Glück nicht rutschig. So gleiten wir durch den Wald und der Untergrund meint es gut mit uns. Dieses Wegerl hat mich sofort gefesselt, fast lautlos folgen wir dem lieblichen Bach. Nebenbei zieht eine Reihe netter Fitness Stationen vorbei und während das Grün immer dichter wird, wird die Strecke zu etwas, die man nicht nur fährt, sondern eigentlich erlebt.

Eng vorbei an den Häusern stoßen wir schließlich auf die Straße nach Altenberg. Nach einer kurzen Abfahrt biegen wir ein, hinein nach Veitsdorf. Über wunderschöne Wiesenwege geht es weiter entlang am Waldrand, hinüber nach Wünschendorf. Ein kleines Waldwegerl bringt uns schließlich nach Steinbach, wo wir erneut dem Bach folgen. Dort wartet ein altes, fast verfallenes Haus direkt am Wasser, ein Ort, der unsere Neugier weckt und Johann hält das Ganze mit ein paar tollen Fotos fest. Der Bach schlängelt sich zwischen Stauden und Bäumen den Hang hinunter, wir aber folgen nun dem Lattlweg. Vor uns öffnet sich der Blick ins Tal der großen Gusen und mit diesem beeindruckenden Panorama rollen wir hinunter bis zur Bruckmühle.

Ganz allmählich gewinnen die Sonnenstrahlen spürbar an Kraft und wir kommen hinauf nach Zeurz gehörig ins kletter. Auf versteckten kleinen Pfaden erreichen wir schließlich den Fuß des Rodlbergs. Dieser Anstieg nach Wintersdorf fordert mich ordentlich, doch während ich mich noch an das - jetzt musst dich quälen Gefühl- gewöhne, nehmen Ernst und unsere Fredis den Anstieg gar nicht ernst. Sie erklimmen ihn, als wäre er nur ein kurzer Tritt ins Pedal, unbeeindruckt und fast lächelnd.

Oben angekommen geht’s nochmals weiter bergauf Richtung Ottenschlag. Der Helmetzedter Berg baut sich beeindruckend vor uns auf und wir klettern bis zum Güterweg Pemsedt. Bei der wunderschönen Abfahrt genießen wir die Aussicht hinüber zum Zeissberg und dann lassen wir unsere Räder wieder hinunter in den Unterhirschgraben rollen, wo uns das liebliche Tal der kleinen Gusen empfängt. Der kleine Fluss schlängelt sich zwischen den Ufer Bäumen dahin und irgendwie wirken die Wiesen weniger verbrannt, weniger ausgedörrt wie bei uns, als hätten sie den Regen auf ihrer Seite gehabt. Und in diesem wunderbaren Tal radeln wir weiter nach Lamm.

Auf urigen Wegen gelangen wir zur Stroblmühle. Unsere Route bringt uns nun vorbei am Wärterhaus 39 und weiter nach Pfaffendorf. Wenn es über Steine und Wurzel ging, war Max stets vorneweg, auch jetzt kennt er den Weg besonders gut und er führt uns auf tollen Pfaden hinaus nach Luegstetten. Auf der alten Straße gleiten wir weiter hinein nach Unterweitersdorf und nach ein paar kräftigen Pedale Tritten kehren wir bei der Jukebox ein. Das Personal ist wirklich nett, die Stimmung super und das Essen sehr gut. Nach der verdienten Pause brechen wir wieder auf.

Ein letzte Anstieg führt hinauf nach Reitling und Sepp und Johann zünden ihre Turbos. Ernst zieht dann doch ein wenig davon und kurz darauf erreichen wir gemeinsam Gaisbach. Dort trennen sich unsere Wege. Nur Alfred und Ernst haben noch den Anstieg zur Hochstraß vor sich.
So endete diese Tour, wunderschön, rundum gelungen. Traumhafte Wald- und Feldwege, wunderbare Fluss- und Bach-Täler, dazu ein weiter Blick über die Landschaft. Und nicht zu vergessen, das tolle Radl Wetter und diese Gaudi in den kleinen Pausen und in jedem gemeinsamen Kilometer.
Bis morgen – es war einfach wunderbar
