10 Mühlenweg Reichenthal

🚴Truppe - Ferdi W, Sepp, Franz S, Fredi K, Johann, Gerhard
Datum - 18.August 2025 ☀️ 26°C🕙
Abfahrt - Dienstag 08:10h
Länge - 70 km _Höhenmeter - 1310 Hm Zeit - 6 Std🍽️ 🍻 - Schlossbräu Weinberg Konditionen - 🌑🌑🌑🌑
Können - 🌑🌑🌑🌑
Heute begann unsere kleine Radtour schon um 8:10 Uhr mit der Zugfahrt von Gaisbach nach Summerau. Die kurzweiligen Gespräche während der Fahrt ließen die Minuten wie im Flug vergehen, und so starteten wir den 10-Mühlenweg, zunächst auf schmalen Straßen nach Grünmoos. Bald bog der Weg auf einen Wiesenkorridor ab und der Mühlen Trail nahm seinen sanften Lauf. Wir überquerten einen kleinen Bach und erreichten die Adams Mühle-1, die versteckt am Waldrand steht und doch wie ein stiller Zeuge der Zeit wirkt.

Nach einem kurzem Abschnitt auf dem Schotterweg erreichten wir die Lorenz Mühle-2. Hier gäbe es eine Einkehrmöglichkeit, heute ist es jedoch noch still, wir lauschten kurz dem Rascheln der Blätter und setzen unseren Weg fort. Weiter ging es auf Wiesenwegen, später durch den Wald zur Holzmühle-3. Johann war heute unser Foto-Knipser und so verweilten wir bei jeder Mühle ein wenig, während er mit geschicktem Blick super schöne Bilder schoss. Aufwärts ging es nun zur Anhöhe und am Güterweg Süssengraben gelangten wir zur Süßmühle-4. Sie beherbergt nun ein Sägewerk, doch die Geräusche aus dem Holzwerk spiegeln nur leise den geschäftigen Alltag wider. Wir radelten weiter durch den Wald hinauf zur tschechischen Grenze. Vorbei an Weißen Grenzsteinen folgten wir schönen Rastplätzen, auf Tafeln erzählt man sich dort lustige Schmuggler-Geschichten, die das Mühlen-Tal mit einem Augenzwinkern beleben

Vorbei am eisernen Zaun und urigen Holzhütten rollten wir weiter nach Allhut und über die 14%-Abfahrt hinunter zur Graslmühle-5. Dieses steinbloss Haus wirkt idyllisch im kleinen Tal des Graslbachs, Steintröge schmücken den Garten, der kleine Teich rundet das malerische Erscheinungsbild ab, ein traumhaftes Kleinod. Nicht weit entfernt gelangen wir noch zur Altmühle-6, ehe wir auf schmalen asphaltierten Straßen Reichenthal erreichen. Die imposante Kirche grüßt vom Stadtplatz, und ein Wanderer quert unseren Weg, gefolgt von einem entgegenkommenden Traktor, ansonsten herrscht hier friedliche Ruhe im beschaulichen Ort. Wir radeln hinaus zur Hammermühle-7 und gelangen auf einem Pfad begleitet von Kettenbach zurück zur Hofmühle-8. Schloss Waldenfels grüßt uns von oben, während wir unten am Teich vorbeiradeln zum Mühlenmuseum. Dort besuchen wir die Herren-Mühle-9, die reizende Schmiede und die Bäckerei. An der Brücke über den Kettenbach erwartet uns die letzte Mühle unserer Mühlen-Tour, die Hausmühle-10. Wir ziehen weiter zum Schloss und fahren dann auf wunderbaren Wegen nach Waldburg, wo die mächtige Kirche über die Häuser ragt, doch wir biegen ab Richtung Trölsberg, der mit seinen 732 Metern die anderen Gipfel überragt und uns wie ein stiller Wächter über das Tal entgegenrückt. Über dem frisch bearbeiteten Feld kreisten drei Räuber der Lüfte, scheinbar lauerten sie wie Schattenkrieger, bereit, im Sturzflug zu zuschlagen. Unterhalb von Neumarkt schoben wir uns dann hinüber nach Kefermarkt, wo Sepp und Fredi K unwiderstehlich antraten und die Steigung empor kletterten, als hätten sie solche Anstiege besonders trainiert. Endlich öffnete sich der Blick nach unten und das Schloss Weinberg schien schon von weitem über den kleinen Ort zu wachen, als wäre es immer noch ein wehrhafter Hüter vergangener Zeiten.

Mächtig zog es uns weiter bergauf zur Schloss-Taverne, wo Fredi W hier alles gab und mit flottem Tritt vorausrollte. Nach einem herrlichen Mittagessen brachen wir wieder auf in Richtung Wittinghof. Über eine schmale Brücke und einen Wanderweg gelangten wir auf den Güterweg, der uns hinauf nach Dingdorf führte. Unser Pressefotograf hatte plötzlich einen außerordentlichen Eifer, er rauschte am ausgewaschenen Weg mit unwiderstehlichem Elan davon. Franz bezwang die Steigung mühelos, und ich versuchte im ruhigen Wiegetritt, den Anschluss nicht zu verpassen.

Die Abfahrt nach Hagenberg war dann der Lohn für die Mühen, eine wunderbare, atemberaubende Aussicht begleitete uns und der Duft von Heu lag in der Luft, eine duftende Liebeserklärung an den Sommer. Wir glitten hinab, bis wir den Weg zum Kalvarienberg in Wartberg nahmen. Sepp hatte es heute eilig und suchte den kürzesten Heimweg, während wir den Weg zur Kriehmühle nahmen, der uns durch kleine Wälder und über holprige Pfade führte.

Der Weg zeigte sich hier recht herausfordernd, bevor wir die letzte Steigung hinauf zum Gerhard nahmen. Ingrid s Kuchen schmeckte wie immer traumhaft und so ließen wir die Tour noch mit Speckweckerl und kühlen Getränken ausklingen. Für mich war es heute eine der schönsten Touren, wunderbare, herausfordernde Wiesen- und Waldwege, eindrucksvolle Landschaften, kleine Bäche und urige Mühlen, dazu das Wetter mit Sonnenschein und blauem Himmel. Lustige Radlerfreunde und ein zufriedenes Gefühl, einen perfekten Tag erlebt zu haben.

